Okay Ihr wollt lustige Sachen sehen? - dann fangen wir mal mit Mode an!
Frauen sehen in Japan noch aus wie Frauen sonst nur in Katalogen von Gucci oder Prada aussehen - nach Frauen!
Ca 60-70 % der Frauen tragen Röcke, die meisten davon so kurz wie man es bei uns nichtmal im heißesten Sommer sieht. Die Stöckelschuhquote liegt bei ca 90%, und die meisten können damit noch gehen!
Da ich aber natürlich nicht wild drauf losfotografieren konnte, habe ich fast nur Beispiele aus den Freizeitparks (!).
Wir fangen mal harmlos an...
Ich möchte nochmals betonen das sind keine Ausnahmen - sondern die Regel!
zur Abwechslung mal Freizeitparkschuhe :-)
Mein Erklärung warum Frauen soviele Röcke tragen - Sie werden lange Jahre an kurze Röcke gewöhnt - denn die Schuluniformen sind Pflicht und fallen bei Mädels mindestens so kurz aus!
welche Frau würde bei uns solche Haken in einem Freizeitpark anziehen???
Oder solche?
Habt Ihr eigentlich auch schon gemerkt das Kopfbedeckungen hier sehr wichtig sind - fast jeder zweite hat sich was bei Disney gekauft
selbst manche "Jungs"
Nächste Eigenheit: Japaner lieben Essen - Japaner essen andauernd - und Japaner wollen deswegen viel Snacken. Und was bietet sich da in einem Freizeitpark an? Richtig - Popcorn!
Kleine Auswahl gefällig?
Es gibt z.B: bei Disney rund 10 Sorten zu entdecken...
soll ich Euch was verraten? - wir haben 9 der 10 Sorten gegessen (ausser Sea Salt)
Meine Empfehlungen: Black Pepper vor Curry, Honey und Strawberry
Auch Lustig das man bei jeden Stand einen Souvenirbecher kaufen kann, der dann ein kostengünstigeres Refill zulässt. Aber anstatt das sinnvoll auszunutzen, kauften viele mehrere Becher an verschiedenen Ständen. Japaner sammeln gerne!
Und was lieben Japaner noch? Genau, Crepes!
Im ganzen Land gibt es an jeder Ecke Crepesstände - Mobile oder feste Läden
Dabei sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt
Manche Stände bieten bis zu 60 Sorten an - Mein persönlicher Count hat irgendwo bei 15 oder 20 aufgehört, und damit wurde das Popcorn eindeutig geschlagen :-)
Mitbringsel - in Japan ist es Tradition das man den zu hause gebliebenen Freunden, Familienmitgliedern was mitbringt. Und da die Japaner sehr wenig Urlaub haben, zählen da nunmal auch Freizeitparks oder Ausflüge an andere Touristenattraktionen dazu.
Was bringt man aber nun seinen 10-20 Freunden mit, und wie geht das ganze nicht zu sehr ins Geld? Man kauft Süsses. Hier hat sich eine eigene Industrie entwickelt. Es gibt wohl keine Attraktion ohne Laden mit Dosen und ähnlichen Verpackungen die mit Keksen, Bonbons o.ä. gefüllt sind.
Dabei sehen die Schachteln teilweise superschön aus und dienen später noch als Staubfänger in diversen Wohnräumen.
Die Freizeitparks bieten auf hunderten Metern Ladenfläche zu jedem Coaster, zu jeder Show oder zu jeder einzelnen Attraktion verschiedene Dosen und Verpackungen an!
Hier mal ein kleine Auswahl:
Fuji-Q
Space World (oben seht Ihr ein Musterdisplay, wo man sehen kann wie der Inhalt aussieht)
Kijima Kogen
Universal Studios
Disney
Mundschutz: Hier nur ganz klein Links im Bild, ist das ein allgegenwärtiges Bild in Japan oder Korea. Nicht weil etwa die Schweinegrippe Angst und Schrecken auslöst (die war bei unserem Besuch noch nicht ausgebrochen), sondern weil es der Japaner als höflich empfindet (wenn er z.B. Schnupfen oder Sonstiges hat), seine Mitmenschen nicht anzustecken. Auch Allergiker können sich so wunderbar schützen.
Im öffentlichen Nahverkehr in Tokyo tragen rund 10-20 % der Menschen eine Maske!
Blässe: Ja auch das ist Japan. Wie bei uns vor zweihundert Jahren ist es hier noch immer schicker wenn man schön blass bleibt. Deswegen gehören Regenschirme zum täglichen Gebrauch vieler Frauen. Sei es bei Sonne oder eben bei Regen!
Der dumme Bär! Da hat Disney schon die grösste Auswahl an netten Figuren - und trotzdem laufen fast alle mit diesem Disney Bären rum! Fast jeder zweite hatten einen Bären unter seinem Arm, sodass wir uns fragten wieviele Millionen davon über den Ladentisch gehen?
BÄH - Ich mag diesen Bären nicht - Pooh und Balu sind die wahren Disney Bären!
Der Klositz - Okay die Story haben wir einigen ja schon vor drei Jahren erzählt, aber da es vielleicht einige damals nicht gelesen haben hier noch einmal:
In jedem guten Restaurant und natürlich in jedem Hotel begegnen einem keine normalen Toiletten sondern sog. Washlets. Hier kommt nach dem Geschäft auf Knopfdruck eine Düse unter dem Hintern hervorgefahren, die einen ganz sauber spritzt. Dabei lassen sich Druck, Temperatur sowie Spritzposition einstellen. Der ganze Sitz ist natürlich beheizt! Nach dem Vorgang kann man sich dann sogar trocken föhnen lassen oder weitere Funktionen austesten.
Am Anfang ist das ganze eher eine Überwindung, aber wer das einmal zu schätzen gelernt hat wird nie wieder was anderes mögen. Mittlerweile kann man solche Washlets auch bei uns in Europa kaufen und ich kann es jeden nur empfehlen. Super sauber und absolut Umweltfreundlich weil kaum noch Papier verbraucht wird.
Harajuku:
Ebenfalls vor drei Jahren haben wir Euch schon nette Bilder von den Harajuku Girls und Boys geliefert, eine Art Rebellion gegen das uniformierte Japan. Abgeleitet bei der Manga Mode und aus der Punk Szene verfolgen diese Leute aber keine grossen ideologischen Vorbilder, sondern produzieren sich selbst.
Und wenn sich einige Damen jetzt beschweren das ich nur Frauenmode gezeigt habe, dann biete ich jetzt auch noch einen kleinen Querschnitt durch die weiblich angehauchte Männerwelt.
Denn im Gegensatz zu den weiblichen Frauen laufen die Männer nicht sehr männlich rum. Handtaschen sind normal, Make-Up und Schminke keine Seltenheit. Klamotten immer Trendy - und der Haarschnitt erinnert stark an Bon Jovi in den 80gern.
Wie sagt man da so schön bei Mr. Beckham: Metrosexuell!
Mehr Kuriositäten? Natürlich - es gibt viel, viel mehr. Boote mit Verdeck, die Angst vor Wasser, sturzbetrunkene Businessleute um 16.00 Uhr Nachmittag, Karaoke an jeder Ecke, roher Fisch in allen Variationen, pünktlicher Nah-und Fernverkehr, unglaubliche Freundlichkeit, Anstehen für billigste Souvenirs, Neon-Licht soweit das Auge blicken kann...und, und, und.
Aber das muss man alles mal selber erleben. Das wars jetzt erstmal für diese Tour - Merci!
