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Thema: Engere Grenzen für das Phantasialand



  1. #1
    Aktiver Freund Avatar von egffreak
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    Beitrag Engere Grenzen für das Phantasialand

    Das Umweltministerium hegt Bedenken gegen eine Erweiterung zulasten des Waldes. Der Regionalrat in Köln soll nun über eine kleine Lösung entscheiden. Der Landesbetrieb Wald will aber nicht mitspielen.

    Brühl - Nicht mehr um 30 Hektar, sondern nur noch um 16 Hektar Erweiterungsfläche für das Brühler Phantasialand soll es in der Sitzung des Kölner Regionalrates im September gehen. Ursprünglich sollte die Entscheidung darüber, wie sich der Vergnügungspark in den Naturpark Rheinland ausdehnen soll, am kommenden Freitag, 13. Juni, in Köln fallen. Doch nach einer Vertagung ist nun ein neuer Vorschlag von SPD und auch FDP im Regionalrat gekommen. Beide Parteien fordern eine Entscheidung über die 16-Hektar-Variante. Einen entsprechenden Beschlussantrag haben die Sozialdemokraten formuliert.

    Das Phantasialand sehe darin „einen ersten, wichtigen Schritt auf dem Wege zu seiner Zukunftssicherung“, heißt es vom Unternehmen. Und doch gibt sich das Phantasialand mit 16 Hektar nicht zufrieden. Zur Zukunftssicherung brauche der Park eine Flächenausweitung um 30 Hektar. Daher werden in einem getrennten Verfahren die weiteren 14 Hektar für die Erweiterung angestrebt.


    Die Ausdehnung des Phantasialandes zulasten des Waldes hält das Land für problematisch. BILD: BEISSEL

    Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ soll Regierungspräsident Hans Peter Lindlar am Freitagmorgen im Ältestenrat des Regionalrates jedoch berichtet haben, dass das Umweltministerium dem Phantasialand seine Waldfläche für die Erweiterung gar nicht verkaufen wolle. Der Landesbetrieb „Wald und Holz“ spricht sich schon seit längerem gegen die „erhebliche Waldinanspruchnahme sowie eine Zerschneidung eines geschlossenen Waldgebiets“ aus.

    Die Landesregierung zeigt sich deutlich reserviert. „Man sei an einer Lösung interessiert, bei der die Natur so wenig wie möglich beeinträchtigt wird“, heißt es. Auf die Frage, ob damit klar sei, dass die Erweiterung nicht zulasten benachbarter Waldflächen gehen dürfe, heißt es in Düsseldorf: Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg (CDU) „erwartet, dass auch andere Möglichkeiten geprüft werden, bei denen weniger Natur beschädigt wird“.
    © Ksta . 6.6.2008
    Geändert von egffreak (07.06.2008 um 08:12 Uhr)

  2. #2
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    Bei dem ganzen Hickhack würde es mich nicht wundern, wenn Herr Löffelhardt irgendwann entnervt das Handtuch schmeisst und den Park verkauft. Ohne sichere Perspektive macht sein Job bestimmt keinen Spaß.

    Jochen

  3. #3
    Aktiver Freund Avatar von egffreak
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    "Ich bin sehr skeptisch"
    Bürgermeister Michael Kreuzberg glaubt nicht mehr an eine Erweiterung des Phantasialands. Die Betreiber wollen sich erst heute zu den Ansichten des Verwaltungschefs äußern.

    Brühl- Nun glaubt auch Brühls Bürgermeister Michael Kreuzberg "ganz persönlich" offenbar nicht mehr an eine Erweiterung des Brühler Phantasialands. Dies wurde in der Ratssitzung am Montagabend deutlich. SPD-Fraktionschef Dr. Matthias Petran hatte öffentlich angefragt, ob Kreuzberg etwas zu den Hintergründen der gegenwärtigen Diskussion beim Regionalrat Köln sagen könne.

    Entscheidung vertagt

    Erst vor wenigen Tagen war vermeldet worden, dass die für kommenden Freitag mit Spannung erwartete Entscheidung des Regionalrats über die Erweiterung des Brühler Freizeitparks auf September verschoben worden ist. Als Grund war eine fehlende Beschlussvorlage der Bezirksregierung Köln genannt worden. Derweil verkündete das Phantasialand in einer Pressemitteilung, es verabschiede sich "vorerst" von der beantragten Erweiterungsfläche um 30 Hektar und begnüge sich mit 16 Hektar. Die restliche Fläche solle zu einem späteren Zeitpunkt neu beantragt werden, so das Brühler Unternehmen. Als Grund nannten die Betreiber, dass es für eine Erweiterung um 16 Hektar eine "breitere, parteiübergreifende Zustimmung" gebe. Kreuzberg bestätigte in der Ratssitzung, dass es "gewisse Einigungen" gebe. Gleichwohl räumte er ein, dass der Kölner Regierungspräsident (RP) Hans Peter Lindlar offensichtlich Bedenken hege. Dem "Kölner Stadt-Anzeiger" habe er, Kreuzberg, entnommen, dass der RP im Ältestenrat des Regionalrats berichtet habe, dass das Umweltministerium dem Phantasialand die Waldflächen für die Erweiterung gar nicht verkaufen wolle. "Ich gehe davon aus, dass den Erweiterungswünschen somit nicht entsprochen wird. Ich bin sehr skeptisch. Ich denke, dass es sich eher erledigt hat", so Kreuzberg. Seine persönliche Einschätzung sei es, dass man mit dem Anliegen nun nicht mehr weiterkomme. "Alles Lamentieren nützt doch nichts", so Kreuzberg gestern gegenüber dieser Zeitung. Den Vorwurf einiger Kontrahenten, es handele sich bei diesem "Rückzug" um Wahltaktik, weist der Bürgermeister weit von sich: "Das ist doch an den Haaren herbeigezogen." Jedermann wisse, dass er immer wieder auf die positiven Auswirkungen einer Erweiterung hingewiesen habe. "Ich hätte mir das auch anders gewünscht."

    Sichtlich überrascht reagierten die Ratskollegen in der Sitzung auf die Ausführungen des Verwaltungschefs. CDU-Fraktionsvorsitzender Hans Theo Klug zeigte sich gestern weniger erstaunt über den Inhalt dessen, was Kreuzberg sagte, schließlich habe er durch die letzten Zeitungsartikel bereits geahnt, "dass da etwas im Busch ist". Allerdings habe ihn die Deutlichkeit seiner Worte überrascht. Ähnlich äußerte sich FDP-Chef Jochem Pitz, der es vor allem als "höchst unerfreulich" erachtet, wenn sich tatsächlich herausstellen sollte, dass sich die Landesregierung über die politischen Entscheidungen im Regionalrat hinwegsetze. "Man hätte es von vornherein sagen und dem Phantasialand teure Gutachten ersparen können", so Pitz.

    "Korken knallen lassen"

    Michael vom Hagen, Fraktionsvorsitzender der Brühler Grünen, zeigte sich hingegen verwundert darüber, wie "lapidar" Kreuzberg seine Äußerungen getätigt habe. "Offensichtlich hat er das Phantasialand als großen Heilsbringer für die Stadt Brühl ganz beiläufig aufgegeben", sagte vom Hagen. Wenn es nun wirklich dazu komme, dass das Phantasialand nicht erweitert werde, "werden wir zusammen mit den Bürgerinitiativen die Sektkorken knallen lassen. Von "Schwarzmalerei" sprach Heinz Schmitz, Chef der fw/bvb, gestern. Aufgrund der Berichterstattung sei er keineswegs überrascht gewesen, wolle nun jedoch erst einmal die Stellungnahmen abwarten. Aus allen Wolken fielen allerdings die Betreiber des Brühler Freizeitparks, unter ihnen auch Parkdirektor Ralf-Richard Kenter, der erst einmal alle Informationen zusammentragen möchte, bevor er sich dann heute äußern wird.
    © Ksta , 11.6.2008

  4. #4
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    Das ist so ein Kasperltheater in Brühl!
    Sorry, aber die Leute dort haben das Phantasialand echt nicht verdient.
    Die Politiker sind kleinkariert wie viele andere Politiker in diesem Land, wo eher Frösche und Raupen geschützt werden als andere wirtschaftliche Interessen.
    Und auch die Brühler hatten ja schon immer ein sehr gespaltenes Verhältnis zu "Ihren" Park. Man schaut alleine auf die Übernachtungsmöglichkeiten - da zeigen die Ruster doch deutlich, wie man aus der Nachbarschaft einer solcher Touriattraktion Kapital schlagen kann. Einige haben das genutzt und sind nun Millionäre.

    Gute Nacht Brühl - Ihr bekommt das nie gebacken!

  5. #5
    Aktiver Freund Avatar von egffreak
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    Es kommt noch schlimmer:


    Land verkauft Wald nicht

    Umweltminister Eckhard Uhlenberg stoppt die Erweiterungspläne des Phantasialands. Es soll "vorerst keine Waldfläche" an die Betreiber des Vergnügungsparks verkauft werden.

    Die Ausdehnung des Phantasialandes zulasten des Waldes hält das Land für problematisch.

    Nun ist es amtlich: Vor wenigen Minuten verkündete NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg, dass der Landesbetrieb Wald und Holz angewiesen wurde, „vorerst keine Waldflächen für die Erweiterung des Phantasialandes, insbesondere westlich der Berggeiststraße“ zu verkaufen. Damit scheinen die Pläne des Brühler Freizeitparks gestoppt. Auf Nachfrage bei der Kölner Bezirksregierung wurde das Thema „Erweiterung Phantasialand“ bisher jedoch nicht von der Tagesordnung des Regionalrats genommen, der am morgigen Freitag um 10 Uhr tagt.


    © Ksta , 11.6.08

  6. #6
    CLUBMEMBER Avatar von Adi-Coaster
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    Das ist mal wieder typisch Deutsch
    Es ist ja gut das man die Natur schützt und das auch meinetwegen ziemlich streng. Aber wegen 30 ha fläche so einen Aufstand machen ist mal wieder total übertrieben (es ist ja kein Naturschutzgebiet oder dann wärs natürlich wieder ein wenig anders)

    Aber das trifft das Phantasialand natürlich richtig heftig, naja man muss verfolgen was weiter passiert, vieleicht ändert sich doch noch alles zum guten für das Phantasialand.

  7. #7
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    Das ist echt dämlich...wo doch der Park jetzt schon nicht übermäßig viel Platz hat!....naja die Ruster wird´s freuen und auch andere Städte haben schöne Parks....schade für Phantasialand und Köln....verpaßte Chance, sag ich da nur!
    "ich fahr noch ne Runde mit, kotzen kann ich noch zu Hause..." (nach Runde 7 ERT Blue Fire)

    http://stephansgedankenzurnacht.blogspot.com/

  8. #8
    Aktiver Freund Avatar von egffreak
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    CDU, SPD und FDP einig über Phantasialand

    Das Brühler Phantasialand hat langsam so etwas wie Planungssicherheit für seine gewünschte Erweiterung. Im Kölner Regionalrat haben CDU, SPD und FDP am Freitag dafür gesorgt, dass im September eine Entscheidung fallen kann.

    Die CDU hatte im Vorfeld ihren Antrag auf ein neuerliches Gutachten über die Wirtschaftlichkeit der Erweiterung des Freizeitparks zurückgezogen - und so den Weg frei gemacht für eine gemeinsame Linie mit SPD und FDP.


    Bei der nächsten Sitzung im September werden die drei Parteien aller Voraussicht nach das seit sieben Jahren dauernde Verfahren im Regionalrat abschliessen und der ersten Teilerweiterung um 16 Hektar zustimmen.

    Die Grünen ihrerseits wollten, dass das Verfahren ergebnislos beendet wird, konnten sich aber ebenso wenig durchsetzen wie Regierungspräsident Hans Peter Lindlar, der das Verfahren noch einmal ruhen lassen wollte, weil er noch Bedenken wegen der Lärmbelastung der Anwohner und der Absicht von NRW-Umweltminister Uhlenberg hat, der dem Phantasialand "vorerst" keine Waldfläche verkaufen will. CDU, SPD und FDP waren sich aber darin einig, dass der Verkauf des entsprechenden Geländes Sache des Landtags sei und das aktuelle Verfahren im Regionalrat nicht berühre.

    Das Phantasialand hat in einer ersten Stellungnahme den Beschluß begrüßt. Unzufriedenheit hingegen bei den Grünen, die dafür waren, das Verfahren ergebnislos zu beenden. Ihr Fazit: Politische Unvernunft gehe über Realitäten hinweg.
    © Radio Erft

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