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Chris vs. Chris: Fahrgefühl vs. Thematisierung







Nachdem ihr fleißig bei Facebook vorgeschlagen und abgestimmt habt, kommt nun unsere neue Runde “Chris vs. Chris”.
Heute stellen wir uns die Frage: “Fahrgefühl vs. Thematisierung”.

Fahrgefühl by Chris T.
Es ist schon ein Wahnsinnsgefühl neben einem großen Coaster zu stehen.
Egal ob Stahl oder Holz – die pure Macht dieser Konstruktion begeistert mich immer wieder aufs Neue. Thematisierung ist schon auch etwas Feines, aber die brachiale Gewalt einer Achterbahn braucht keine (großartige) Thematisierung.
Klar, je kleiner der Coaster ist, desto mehr kann man mit Thematisierung rausholen, aber sind es nicht die wahren Giganten, die ihre Faszination auf uns Coasterfans ausüben. Wenn ich mir Millenium Force oder X2 ansehe – kann ich auf Gestaltung getrost verzichten.
Gerade eine Bahn wie X2 im Six Flags Magic Mountain lebt von ihrer klaren wuchtigen Optik, der man mit Erfurcht gegenüber tritt.
Das Kribbeln vor der Fahrt kommt, wenn ich der Bahn zusehe. Und da soll mich keine Geschichte ablenken. Ich gebe zu – ich stehe auf Effekte. Feuer, Nebel oder Tunnel bringen den Extra-Kick. Wenn es nach mir geht, bräuchte jeder Coaster eine Nebelwand und Feuereffekte und mindestens einen Tunnel.
Aber ich brauche nicht zu jeder Bahn eine Geschichte oder Story, die manchmal schon arg an den Haaren herbeigezogen scheint und teilweise nicht zu der sich anschließenden Fahrt passt.
Silver Star wäre auch ohne die Formel-1-Thematik ein Spaßgarant. Braucht eine Expedition-Ge-Force noch großartig eine Rahmengeschichte? Nein – sie rockt einfach nur.
Ähnlich sehe ich es bei Holzachterbahnen. Das Holz gibt mir Feeling genug. Wie gesagt, eine Story kann ganz nett sein wie bei Wodan – ist aber oftmals unnötig.
Das Geld, das sich der Park dabei spart, kann er gleich in die nächste Top-Attraktion stecken. Und ein Big Apple bleibt auch mit der schönsten Gestaltung einfach ein Big Apple.
Natürlich kann auch ich mich nicht dem Reiz einer tollen Thematisierung entziehen. Vergleicht man Katun (Mirabilandia) mit Monster (Walygator) so ist das Gesamterlebnis in Italien mit dem Maya-Bereich schon eine Klasse für sich.
Und dass hier kein falscher Eindruck entsteht – ich bin auch Disney Fan. Aber nicht wegen der Achterbahnen im Park. Das Gesamt-Flair stimmt einfach.
Vielleicht kann man es aus meiner Sicht so zusammenfassen. Eine sensationelle Achterbahn muss dies auch ohne großes Drumherum sein – die passende Gestaltung dazu setzt dem Ganzen noch das I-Tüpfelchen auf.

Thematisierung by Chris B.

Wenn es um Thematisierung geht, scheiden sich anscheinend die Geister. Es gibt diejenigen, die nur einen nackten Stahlkoloss brauchen um glücklich zu sein, andere legen viele Wert auf das Drumherum und wünschen sich am besten noch einen Darkridepart während der Fahrt. Ich persönlich gehöre zu der Reihe von Menschen, die ein paar Details und Theming an den meisten Achterbahnen brauchen.
Ich muss zugeben, wenn ich meine Top 10 an Achterbahnen durchgehe, sind die wenigsten davon wirklich thematisiert. Es ist bei vielen Coastern auch gar nicht möglich, ein vernünftiges Thema zu finden und dieses ab dem Wartebereich, bis zum Ende der Fahrt durchzuziehen. Entweder ist es aufgrund von Größe oder Lage der Anlage gar nicht möglich, oder ein gutes Theming würde das Budget sprengen. Zudem gibt es einige, wie z.B. die vielen Batman Coaster, bei denen es eher halbherzig rüber kommt und die Mehrkosten beim Bau damit fast überflüssig waren.
Es gibt aber einige Achterbahnen, die nicht durch ihre Größe, Länge oder das Fahrgefühl überzeugen können, aber trotzdem etwas Besonderes sind, weil sie außer der Fahrt noch mehr zum Entdecken bieten. In besten Fall geht es mit der Q-Line los. Wenn man dort in eine Geschichte eingewiesen wird, dessen Finale die Fahrt darstellt, ist ein Fahrspaß schonmal fast vorprogrammiert. Ein gutes Beispiel dafür findet sich in Deutschland mit dem Fluch von Novgorod im Hansapark. Aber auch die Mystery Mine im Nordamerikanischen Dollywood oder Thirteen in Alton Towers, England zeigen, dass man keine riesigen Anlagen braucht, um die Leute zu begeistern. In diesen Fällen muss man aber dazu sagen, dass es sich bis auf Thirteen um gute mittelgroße Coaster handelt.
Theming kann aber auch in einer abgespeckten Variante vorhanden sein, sich im Endeffekt aber auf mehrere Attraktionen oder gar einen ganzen Bereich beziehen. Dies macht unter anderem wieder Alton Towers mit Nemesis vor. Die Attraktion ist kein Detailhammer, bietet aber in einem ganzen Bereich eine Storyline die in sich stimmig ist und damit den Spaß am Fahren versüßt.
Beim Beispiel Black Mamba im Phantasialand war es sogar fast Pflicht ein bisschen Ideenreichtum einzubringen. Aufgrund der der verschlungenen Lage der Bahn, wäre das Layout doch irgendwie langweilig, wenn man nicht haarscharf an den vielen Felsen vorbeifahren würde.
Als letzten Faktor für das thematisieren von Bahnen, rege ich an, dass eine detailverliebte Attraktion auch dazu beisteuern kann, Wartezeiten zu verkürzen. Diverse Pre-Shows und weitere Schmankerl schaut man sich in der Regel gerne an. Und manchmal erlebt man echte Überraschungen. Wenn alles gut läuft, lässt es das Adrenalin kurz vor der Fahrt sogar nochmal ein bisschen steigen.
Um ein kurzes Fazit zu ziehen, würde ich behaupten: Theming muss nicht zwingend auf jeder Achterbahn sein. Wenn es das Budget aber zulässt und man genügend Leidenschaft reinbringt, dann ist es immer ein netter Zusatz. Einige Bahnen leben aber von ihrer "Geschichte".

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