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  • Old School - Attraktionen mit Geschichte



    Der Saisonstart-Wahnsinn hat sich nun etwas gelegt, da legen wir mal wieder die Old-School-Reihe auf. Thema soll heute der von vielen geliebte schwedische Park Liseberg sein.

    Im Jahre 1752 benannte der Eigentümer Johann Anders Lamberg seinen Grundbesitz nach seiner Gattin Elisabeth Söderberg, nämlich "Lisas berg". Daraus wurde im Laufe der Zeit "Liseberg". 1908 kaufte die Stadt Göteborg das Land nebst Gebäuden für 225.000 SEK.

    Zum 300jährigen Stadtjubiläum veranstaltete 1923 Göteborg eine große Ausstellung inklusive Freizeitpark. Die Gäste amüsierten sich auf Rutschen und der von Waldemar Lebech entwickelten Berg- och dalbanan, später Bergbanan, welche bis 1987 in Betrieb war. 41 Millionen Fahrgäste transportierten die 5 Züge mit 3 Wagen (pro Wagen Platz für 10 Personen) über die Zeit. 2,5 Minuten dauerte der rasante Spaß durch eine mit leuchtenden Farben gestaltete Verkleidung. Die Designs änderten sich ein paar mal von Wildtieren über florale Muster oder geometrische Formen.






    Außerdem entstand Lillköping, die (heute fragwürdige) Kleinwüchsigen-Stadt. Damals waren solche Attraktionen sehr beliebt und auch hier in Deutschland noch lange vertreten ( z.B. Holiday Park).



    Die Betriebsdauer des Freizeitparks war eigentlich nur für die Zeit der Ausstellung gedacht, doch der Erfolg von 800.000 Besuchern in nur einem Monat brachte die Entscheidung zum Weitermachen. 1925 übernahm die Gesellschaft Liseberg AB die Geschäfte und Herman Lindholm wurde erster Parkdirektor, amtierend bis 1942.



    1935 erweiterte Liseberg sein Angebot um ein Schwimmbad, das Lisebergsbadet. 15m breit und 36m lang bot das Schwimmbecken Unterwasserbeleuchtung und künstliche Wellen, wurde aber 1956 geschlossen. Das Gebäude fiel dem Abriss 1963 zum Opfer, als man für das 40ste Jubiläum rüstete.



    Sehr beliebt in der Bevölkerung waren um 1940 Tanzhallen, also beauftragte man den Architekt Axel Jonson mit dem Bau der ca. 500.000 SEK teuren Rotundan. Diese renovierte man für rund 1 Mio. US$ und nannte sie fortan Rondo.





    1947 kam dann noch das Hotel Liseberg Heden dazu.

    Ehemalige Achterbahnen neben der Bergbanan:

    Super 8 - eine Schwarzkopf Wildcat 1966-1979



    LisebergsLoopen - ein Schwarzlopf-Loopinhstar 1980-1995



    Hangover - Vekoma-Invertigo 1996-2002



    Mit Balder, Liseberbanan, Kanonen und ganz neu Helix trumpft der schwedische Freizeitpark mächtig auf. So gehört Balder zu den beliebtesten Holzachterbahnen weltweit und die Einbeziehung des Geländes durch Lisebergbanan und Helix hat einfach Flair und sorgt für großen Fahrspass. Flatrides runden das Angebot ab.

    Aber auch die Erholung kommt in Liseberg nicht zu kurz. Eine jährlich stattfindende Blumenausstellung, Konzerte und Restaurants bieten Abwechslung vom Alltag.

    Quellen:

    wikipedia
    lisepedia.de
    projekthelix.se
    steffman.blogspot.com
    Steffen, Marcel46, HoNg und 10 anderen gefällt dieses Posting.
    Kommentare 2 Kommentare
    1. Avatar von Struffel20357
      Struffel20357 -
      Der Schwarzkopf Wildcat war meine Kiddybahn auf der Heddesdorfer Pfingstkirmes. Wie ich erblickte er 1966 das Licht der Coasterwelt.

      Nachdem ich am 22. Juni Kanonen, Balder und Helix unmittelbar (ohne Wartezeit dazwischen in der Abend ERT) gefahren bin muss ich sagen das mir erstere (abgesehen von der letzten zu langsamen Hearthlineroll von Kanonen) besser gefallen, da mir der Haltebügel von Helix Schmerzen an den Oberschenkeln während der Airtime bereitet. Cool ist natürlich die länge von Helix und das man überhaupt nicht sieht, das Helix grad ist integriert wurde in den Liseberg...
    1. Avatar von MaLo
      MaLo -
      Danke für den interessanten nostalgischen Bericht!