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  • Vom Hofladen zum Freizeitpark, Karls Erlebnisdorf



    Wenn man an Freizeitparks in Deutschland denkt, welche mehr als eine Millionen Besucher haben, dann denkt man wahrscheinlich an den Movie Park, den Heide Park oder das Phantasialand. Aber an einen kleinen Park in Rövershagen denkt man wahrscheinlich nicht, oder?
    Nur die wenigsten von uns dürften einmal in einem der fünf "Karls Erlebnisdörfern" gewesen sein. Doch werden sie immer bekannter und nachdem im Elstal mit "K2" eine neue Achterbahn entstanden ist, gewannen auch die Dörfer bei uns Fans an Aufmerksamkeit.

    Grund genug mal auf die Geschichte der Dörfer und deren Zukunft
    einzugehen. Denn es sieht ganz danach aus, dass "K2" nicht das letzte große "Ding" der Erlebnisdörfer war.

    Die Standorte
    Der erste der fünf landwirtschaftlichen Parks entstand 1993 in Rövershagen bei Rostock und erst im Jahr 2012 wurde weiter expandiert. Es entstand ein neuer Park in Zirkow bei Rügen. Doch zwei Jahre später entstanden gleich zwei neue Parks: einer in Warnsdorf bei Travemünde, ein weiterer und vielleicht der heute Bekannteste, in Elstal bei Berlin. Der letzte der fünf Parks wurde dann im Jahr 2016 in Kaserow bei Usedom eröffnet.



    Übrigens gehören mit dem "Pier 7" in Warnemünde und dem "Barbycafé" in Loburg noch zwei weitere gastronomische Einrichtungen zur Karls GmbH.


    Vom Schwartau-Lieferanten zum Freizeitpark
    Aktuell wird das Unternehmen von Robert Dahl in der dritten Generation geführt. Gegründet hat es aber Karl Dahl 1921, in der Nähe von Rostock. Damals war von Attraktionen noch keine Spur, denn ausschließlich ein Hof zum Anbau von Gemüse und Obst gehörte zum Unternehmen. Doch im Krieg musste die Familie Karl nach Ostholstein flüchten und Warnsdorf wurde ihre neue Heimat.
    Zu dieser Zeit suchten auch die Schwartau-Werke Vertragsanbauer. Diese Chance wollte Karl Dahl nutzen, wurde einer von vielen Vertragsanbauern und betrieb seitdem einen Erdbeerhof.
    Doch es gab eine weitere Wende im Unternehmen: den Mauerfall. Durch den Zusammenschluss von Ost und West konnte Schwartau Erdbeeren aus Polen deutlich günstiger beziehen und der größte Abnehmer für Karl Dahl´s Erdbeeren fiel weg.
    Es mussten also neue Vertriebswege gefunden werden. Ab sofort wurden die roten Früchte aus Verkaufswagen angeboten, die aussahen wie Erdbeeren. Heutzutage nichts mehr Besonderes, zur damaligen Zeit einmalig.
    Viele Jahre später wurde der Erdbeerhof bereits in der zweiten Generation geführt und die dritte Generation hielt sich auch schon bereit. Da kam der Vater von Robert Dahl auf die Idee, dass dieser einen Erdbeerhof in der alten Heimat der Familie eröffnen sollte. In Rövershagen. Dies tat sein Sohn auch.
    1993 kam es zur ersten Ernte und viele Leute besuchten den Hof. Doch überraschend war, sie blieben auch nach der Erdbeerernte. Dadurch kam es zum Verkauf von Produkten aus der Region, kombiniert mit einem kleinen Spielplatz aus dem Baumarkt. Das Konzept aus Handel, Gastronomie und Erlebnis entwickelte sich.
    Im Jahr 2010 sollte es dann zum großen Umbau des Betriebes kommen. Die Familie wollte ein Unternehmen führen, welches Begeisterung auslöst.





    Mehr als nur ein Hofladen
    Das Konzept entwickelte sich weiter und besteht nun aus einem Hofladen, einer Manufaktur, Restaurants und aus unserer Sicht dem Wichtigsten: aus Fahrgeschäften. Dabei ist der Eintritt im ganzjährig geöffneten Park kostenlos und nur einige Attraktionen kosten extra. Im Hofladen werden Waren aus der Region präsentiert, wobei Erdbeeren weiterhin im Vordergrund stehen.
    Eine Attraktion, die man in jedem der Parks fahren kann, ist die Traktorbahn von ABC Rides und der erste große Schritt in Richtung eines richtigen Parks.


    Durch viele kleine Attraktionen in den Parks, wie zum Beispiel einem Zamperla Barnyard ("fliegender Kuhstall") in Rövershagen, wurde der dort ansässige Park zum am meisten besuchten Reiseziel in Mecklenburg-Vorpommern.


    Inzwischen gibt es in Rövershagen sogar Übernachtungsmöglichkeiten und in Zukunft sollen auch in Elstal weitere folgen...


    Das Hotel "Alles Paletti" in der Außenansicht



    Auch die Zimmer versprechen eine schöne Gestaltung

    Dabei soll alles weiterhin eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlen und sich die Preise dabei in einem sehr günstigen Rahmen befinden. Ich habe damals für eine Scheibe Brot mit Erdbeermarmelade und Kaffee 2,30€ bezahlt. Also ein sehr erschwingliches Frühstück.


    K2
    Doch warum beschäftigen wir uns überhaupt mit Karls? Der Grund ist schnell genannt. Denn seit dem 21. April 2018 gibt es in Elstal mit K2 eine Achterbahn auf einem Erdbeerhof.
    Jeder der den Tube Coaster von ABC Rides schon einmal gefahren ist, weiß dass es nicht nur irgendeine Kinderachterbahn ist. Die 24 Meter hohe Bahn ist sensationell gut gestaltet. Es gibt einen Darkride-Part im Keller und eine Warteschlange, die sich nicht vor einem Anstehbereich wie zum Beispiel von Wodan verstecken muss.








    Es wird die Kartoffelgeschichte von Opa Karl erzählt. So startet man vor der Fahrt in seinem Wohnhaus. Außerdem wird der Produktionsprozess von Kartoffelchips nahegebracht, welche man direkt nach der Fahrt in der Manufaktur testen kann.


    Außerdem gibt es Deutschlands erste und einzige Achterbahn in der man mit Loren aus Holz fährt, in Soltau ist man wahrscheinlich traurig, dass man diese Neuheit nicht besitzt.
    Der Park hat insgesamt 9 Millionen Euro investiert. Dabei fiel die Wahl auf einen Tube Coaster, um trotzdem noch eine große Summe an Geld in Thematisierung oder zum Beispiel in einen ImaScore Soundtrack zu investieren.
    Eine Fahrt mit K2 kostet 4,50€ oder ist im Tagesticket für 12€, sowie in der Jahreskarte inkludiert.


    Zukünftige Neuheiten
    Karls arbeitet auch in Zukunft an weiteren Neuheiten. Das Ziel dabei ist es, die Manufakturen mehr in den Mittelpunkt von neuen Attraktionen zu rücken. Zukünftig sollen Fahrten direkt durch Manufakturen führen und laut Robert Dahl hat Karls Platz und Lust für neue Rides.

    So entsteht 2019 ein neuer Wasserpark in Elstal. Das Planschland - ein weiterer Schritt in Richtung Familienresort. Bereits die ersten Artworks versprechen eine Gestaltung, wie man sie inzwischen von den kleinen Parks gewöhnt ist. Auch die ersten Rutschen sind bereits zu erkennen.









    Die Eröffnung soll am am 13. April 2019 stattfinden.

    Doch nicht nur in Elstal wird weiter investiert, auch Rövershagen bekommt seine erste Achterbahn. Bei der "Erdbeer Raupenbahn" handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen "Big Apple" von SBF Visa. Dazu wird das gastronomische Angebot um ein weiteres Restaurant ergänzt: dem "Tregger Grill". Auch die beiden neuen Attraktionen sollen am 13. April öffnen.









    Anstatt der "Erdbeer Raupenbahn" war für 2019 erst die Eröffnung der Achterbahn "Brauserei" angedacht. Bei der Achterbahn hätte es sich wahrscheinlich auch um einen Tube Coaster von ABC Rides gehandelt, doch die Eröffnung der neuen Achterbahn wurde verschoben. Laut Karls wurden die selbst gesteckten Ziele nach K2 nochmals überdacht.
    Ob und wann die Bahn kommt ist noch nicht bekannt. Deswegen heißt es Daumen drücken, dass Karls einen zweiten Knaller wie K2 eröffnen darf.



    Artwork der geplanten Achterbahn, welches im Hotel präsentiert wurde

    Auch in Elstal ist ein weiteres Resort geplant. Deshalb bleibt die zukünftige Entwicklung der Erlebnisdörfer spannend und man kann der Familie Dahl nur alles Gute für die künftigen Projekte wünschen.


    babbel, Chris B., redbu97 und 12 anderen gefällt dieses Posting.
    Kommentare 1 Kommentar
    1. Avatar von bluefireone
      bluefireone -
      Von uns hier ganz viel Energie, ihr werdet sie brauchen.............
      .glg