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  • Colossos ist wieder da!



    Am 26. Juli 2016 schloss Colossos, zuerst für ein paar Tage und dann auf unbestimmte Zeit. Heute, 996 Tage später kehrt der Gigant in der Lüneburger Heide zurück. Dabei bietet die Bahn auch einige Neuheiten und Veränderungen.


    Die Ereignisse bis zur Wiedereröffnung

    30. März 2016:
    Zum 15. Geburtstag von Colossos bekommt die Bahn eine neue Thematisierung - Die Baummenschen erobern die Bahn.


    26. Juli 2016: Schließung von Colossos.


    11. Januar 2018: Der Heide-Park verkündet das Comeback von Colossos.


    Juni 2018: Der Park beginnt mit dem Rückbau der Schienen.


    März 2019: Die letzte Schiene wurde ausgetauscht.


    März/April 2019: Im Heide-Park finden die ersten Testfahrten auf Colossos 2.0 statt


    19. April:
    Colossos kehrt zurück


    Die Warteschlange
    Kurz bevor Colossos schließen musste investierte der Heide-Park in eine Umgestaltung der Warteschlange und des Bereiches rund um die Bahn. Damals wurden Unschönheiten wie der schräge Anstellbereich beseitigt und die Queue um eine neue Storyline ergänzt. Um das Retracking herum wurde nun auch die Thematisierung der Bahn verändert. Anstelle der Baummenschen ist nun ein Kampf zwischen einem aus der Erde aufsteigenden, feurigen Ungeheuer und der Bahn aus Holz getreten. Der Park musste für die Wiedereröffnung nur die bestehende Warteschlange etwas an das Thema anpassen. Es wurden neue Lampen eingebaut, zusätzlich hängen Wurzeln ab sofort über den Köpfen der Besucher. Das alte Colossos Logo ist auch in der Warteschlange wiederzufinden - alles im feurig angekohlten Stil. Man sollte natürlich keinen Bereich auf Weltklasseniveau erwarten, dennoch ist die Gestaltung sehr gelungen und stimmig.





    Die Station
    Besonders unschön war die alte Station von Colossos, sie war lieblos und der Boden voll mit abgetretenen Kaugummis. Inzwischen läuft in dieser nun ein Video, welches den Besuchern die Geschichte der Bahn näher bringt. Die Gestaltung der Station ist dunkel und übersät mit sich ausbreitenden Wurzeln. Zudem läuft ein neuer Soundtrack von IMAScore - der Dritte für die Bahn in den letzten fünf Jahren. Dazu wird zum Start der Fahrt ein Dispatch-Sound gespielt und Feuer bricht in der Station aus.

    Schrei um die Kreatur zu stoppen. Schrei um zu Entkommen. Schrei um zu Siegen.



    Der Zug
    Die neuen Wagen der Achterbahn sind sehr bequem und sind eine gelungene Weiterentwicklung der alten Züge. Dabei bieten die Züge sogar eine „Innenraumbeleuchtung“, diese soll das vergessen von verlorenen Gegenständen verhindern und das Einsteigen erleichtern.



    Die Fahrt
    Das wichtigste ist natürlich die Fahrt und die kann bei Colossos definitiv überzeugen. Es geht den Lifthill hinauf, der leider nicht schneller geworden ist. Dafür hat man natürlich immer noch genug Zeit die Aussicht zu genießen, bis es zum Drop kommt. Die Fahrt ist auch weiterhin durch Trim-Brakes abgebremst, diese sind glücklicherweise aber kaum spürbar. Die Fahrt ist gleichgeblieben und bietet wie zuvor viel Airtime, eine tolle Helix bei einer genialen Geschwindigkeit. Doch natürlich gibt es eine aus dem gesamten Park sichtbare Veränderung…




    Der Gigant
    Der Nachfolger der schrägen Freiheitsstatue ist eine gut 20 Meter hohe Figur, welche versucht Colossos in Besitz zu nehmen. Dabei reißt die Statue sogar ein Stück der Schiene raus und bringt die Besucher in Gefahr. Natürlich ist dies nur ein Effekt, der Zug fährt unter einer zusätzlichen Schiene hinweg in das Maul des „Giganten“. Dies fällt von der Colossos-Terasse nicht auf, da eine zusätzliche Holzkonstruktion die Sicht auf die Schienen verhindert. Bei der Durchfahrt wird ein lauter Schrei des Monsters mit einem gigantischen Feuereffekt kombiniert und bietet ein tolles Ende der Fahrt.







    Mein Fazit
    Es ist schön das der Holzachterbahnklassiker schlechthin wieder da ist. Er zeigt: es geht auch ohne einen RMC-Umbau. Dazu hat die Fahrt einen neuen Höhepunkt bekommen und nun ein dramaturgisches Ende. Besonders lobenswert ist es, dass der Park die Story von Colossos nicht verheimlicht, sondern in der Station anteasert. Es gibt viele andere Parks, in welchen man erst nachlesen muss, was die Geschichte der Bahn ist. Mein Fazit: fahrt nach Soltau! Vor allem: fahrt mit „Colossos - Kampf der Giganten“.



    Eindrücke von anderen Coasterfriends
    Natürlich waren auch noch andere Clubmitglieder am Eröffnungstag vor Ort und uns ihre geschildert:

    Moritz (babbel)
    Colossos 2.0 bietet eine unfassbare sanfte Fahrt. Die Bahn kann inzwischen auch mit einer guten Thematisierung punkten und auch die neue Station ist eine tolle Verbesserung. Der Heide-Park hat in der letzten Zeit einige Fehler begangen, aber mit „Colossos - Kampf der Giganten“ vieles richtig gemacht. Mit guter Wartung und Instandhaltung - insbesondere des Giganten und des Feuereffektes - bietet er endlich wieder ein Highlight in Deutschland.

    Lukas (HanseBegga)
    Der Effekt der weggehenden Schiene ist dem Park sehr gut gelungen und auch der „Gigant“ - der „deutsche Wicker Man“ - sieht sehr gut aus. Die neuen Züge sind sehr bequem und passen perfekt zum Thema. Außerdem finde ich es sehr gut, dass der Park sich mit der neuen Story selbst etwas auf die Schüppe nimmt. Nur die Abfertigung kann noch etwas besser werden, die war zum Eröffnungstag alles andere als gut. Aber das kann ja noch werden.


    Was haltet ihr von "Colossos - Kampf der Giganten" und werdet ihr den Heide-Park wegen der Neuheit besuchen?
    LuckyCoasterLuke, babbel, Mario M. und 14 anderen gefällt dieses Posting.
    Kommentare 2 Kommentare
    1. Avatar von Shambhala
      Shambhala -
      Ich hoffe das beste in meinem Heimatpark....Mal sehen, ob der Heidepark sich bessert. Abfertigung war schon immer grottenschlecht...Ich hatte vor einiger Zeit schon mal geschrieben, das die ihre Ride-Op's mal zum üben in den Europapark zur Fortbildung schicken sollen. Und Wartung und Instandhaltung !?! Große Frage wie lange die Effekte funktionieren.
      Klar, ist von mir erst mal alles wieder negativ. Aber das hat sich der HP die letzten Jahre selbst zuzuschreiben.
      Mein Erstbesuch nach über "3 Jahren" Abstinenz steht bevor. Und ich freu mich drauf
    1. Avatar von fabs
      fabs -
      Ich bin auch in den drei Jahren ohne Colossos gerne in den Heidepark gegangen, denn auch sonst bietet der Park quantitativ ein Coaster Line-Up, welches in Deutschland selten zu finden ist.
      Aber beim heutigen Besuch ist mir wieder aufgefallen, was drei Jahre gefehlt hat: Eine Achterbahn mit langer Fahrtzeit der Superlative. Und auch wenn es nicht mehr die weltweite schnellste, höchste, steilste ist, so ist die Bahn trotzdem eine Ansage!
      Die Fahrt ist einfach butterweich für einen Woody, die Airtime natürlich phänomenal und der Effekt mit der ins Nichts führenden Schiene ist auch klasse und von allen Positionen (ich bin Front-Row, ganz hinten und genau in der Mitte, 8. Reihe, gefahren) wahrzunehmen.
      Zu den Operations: Es ist so, dass zweimal am Zug entlang gegangen wird. Zuerst werden die Gurte geprüft, erst danach wird die Verriegelung der Bügel aktiviert und dann werden diese noch kontrolliert.
      Bei normalem Fahrgastwechsel funktioniert die Abfertigung aufgrund der langen Fahrtzeit eigentlich schon recht gut. Es kam selten vor, dass ich einen Zug in der Schlussbremse hab stehen sehen, weil der andere noch nicht dispatched war. Und wenn, dann war meistens irgend etwas zu beanstanden (Fahrgast hat noch seine Handtasche dabei; Bügel schließt aufgrund der Statur nicht, o.ä.). Die Zeit zwischen Abfahrt des einen und Ankunft des anderen in der Schlussbremse war jedoch zugegebenermaßen immer recht kurz; aber ich denke, dass sich das mit fortschreitender Routine noch bessert - es war für die allermeisten aktuellen Mitarbeiter heute der erste Tag überhaupt, an dem sie mit Colossos gearbeitet haben.
      Eine Kleinigkeit habe ich dennoch zu beanstanden: Der Park hat bei Desert Race, Flug der Dämonen und Krake gezeigt, dass er (teilweise in Zusammenarbeit mit den Herstellern) innovative Gepäckablagesysteme bauen kann. Das Ablegen von Taschen und Rucksäcken auf den Fußboden in der Station ist - insbesondere im Mehrzugbetrieb - immer etwas problematisch und vor Allem auch nicht mehr zeitgemäß. Platz für - beispielsweise - zwei große Holzkisten, deren Deckel verschlossen sind, wenn sich der jeweils andere Zug im Bahnhof befindet - ist vorhanden. @Heidepark: Bitte mal drüber nachdenken!

      Fazit: Der Park hat in den letzten Jahren - oftmals zu Recht - sehr viel Kritik einstecken müssen. Aber hier muss ich ganz klar sagen: Alles richtig gemacht! Sowohl die Entscheidung die Bahn nicht komplett aufzugeben; als auch die Tatsache, eine echte Holzachterbahn behalten zu haben. Außerdem ist die optische Täuschung der Fake-Schiene und der Feuer-Nebel-Effekt wirklich gut gelungen.
      Toll gemacht, Heidepark!