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  • Star-Report: Speedfreaks England Tour



    Das war schon:

    Runde um Runde in England; Start vor den Toren Londons u. am längsten Pier der Welt

    Das ist aktuell:
    Runde um Runde in England; 2x Alton Towers *spezial* und 1x Flamingo Land *süß-sauer*

    Das wird noch kommen:
    Runde um Runde in England; … (irgendwas mit Blackpool und London)


    Und das hier sind:
    Nicht super-ernst-gemeinte (einmalige) Warnhinweise (quasi die Verpackungsbeilage, soll man ja immer vorher schön lesen, damit man sich der möglichen Nebenwirkungen bewusst wird):

    Dieser Bericht, wie aber auch jeder andere Bericht (und ich meine in Prinzip jeden, also nicht nur die aus meiner Feder) basiert auf Erinnerungen (die mehr oder weniger verblassen können), geben das Erlebte und die eigene Einschätzung und Wahrnehmung wider. Es ist von daher möglich, dass es selber anders gesehen oder erlebt, wahrgenommen oder festgestellt wurde/wird. Die Ansichten können selbstverständlich auch auseinander gehen.
    Hier und da kann es etwas ausgeschmückt oder leicht aufgehübscht wirken, aber in Endeffekt entspricht es dem, wie es tatsächlich gelaufen ist (hinzugedichtet ist nichts, eher mal was weggelassen oder kurzgehalten, um den Rahmen nicht zu sprengen, selbst wenn man das bei mir wahrscheinlich eher nicht glauben mag).
    Auch, wenn ich bemüht bin, alles vernünftig aufzuschreiben, kann es trotzdem mal passieren, dass Formulierung und Rechtschreibung nicht ganz so toll aussehen, ich hoffe aber zumindest, dass ich wenigstens Fettnäpfchen komplett auslasse und dass nichts aufgesetzt oder wichtigtuerisch klingt. Na, jedenfalls werde ich nicht durchweg fehlerfrei sein, das wollte ich zum Ausdruck bringen.
    Und zum Abschluss (ich will das hier ja nicht überstrapazieren) der kleine lieb gemeinte Hinweis:
    Von 1 – 10 LeserInnen werden 5 () die Lust verspüren, Koffer zu packen. Dagegen hilft in besonders schlimmen Fällen nur: Koffer packen (und losfahren oder – fliegen).





    Alton Towers (Donnerstag und Freitag)


    Vom Mittwoch (13.06.2018) auf Donnerstag (14.06.2018) war ich in einem Hotel in der Nähe von Birmingham.
    Eigentlich muss man eher sagen, dass es ein gemütliches Restaurant mit gegenüberliegender Unterkunft war (mein Zimmer war okay und auch generell kann ich sagen, hat es meistens gepasst mit den Hotels).



    Nachdem ich gefrühstückt habe (habe mich für das einfache kontinentale Frühstück entschieden, in anderen Hotels habe ich aber auch mal ein bisschen das englische Frühstück mit einfließen lassen), habe ich mich auf den Weg nach Alton Towers gemacht.
    Die Fahrt war recht abenteuerlich, mein Navi wollte mich wohl mal testen, wie ich mich outback/offroad so mache. Zu meiner „Verteidigung“ (die, die schon da waren, werden sicherlich die Stirn runzeln) möchte ich noch einstreuen, dass ich darauf gesetzt habe, dass diese merkwürdige Straßenführung sicherlich nur eine kurze Etappe ausmachen würde. War aber leider nicht so, die Straßen wechselten immer tiefer in ein Geflecht aus engen unterschiedlich beschaffenen Wegen (da waren auch Wege dabei, wo es für Gegenverkehr nur hin und wieder kurze Ausweichspuren gab), wo der Höhepunkt mit einem Waldweg erreicht worden ist. Ich habe nur noch darauf gewartet, dass ich gleich auf das Hexenhaus zusteuere (das ist kein Witz, es war wirklich wie im tiefsten Wald und es war nur einspurig), stattdessen kam mir aber ein Spaziergänger entgegen, der freundlich grüßte (ich lächelte nur verlegen/verzweifelt zurück).
    Das war so, als wäre ich sein Nachbar Mitchell gewesen, der nur mal auf dem Weg zu seiner 5 Meilen entfernten Farm gewesen ist, völlig normal also. Ich war aber ja nicht auf dem Weg zu einer Farm und normal fühlte sich das auch nicht mehr an, ich bin Stadtmensch und wollte doch nur zum Achterbahnfahren in einen Freizeitpark fahren, am liebsten auf ganz gewöhnlichen Straßen …
    Die Verzweiflung legte sich, als ich irgendwann doch zielführende Schilder gesichtet habe und letztlich endlich in die Zufahrt zum Parkplatz einbiegen konnte. Und doch gab es schon wieder ein Fragezeichen auf der Stirn, aber um es kurz zu halten, Normal-Parker fahren einfach am Eingangsbereich vorbei und folgen dem langen Weg in den hinteren Bereich.

    Da ich die 2 Park-Tage in Alton Towers zusammenfasse, mute ich euch an dieser Stelle gleich noch eine kleine Fortsetzung zum Thema An-und Abfahrt zu , damit der Part dann auch endgültig abgeschlossen ist. Also, die Fahrt am frühen Abend zum nächsten Hotel (hatte für 2 Nächte in Sheffield ein Hotel) verlief ähnlich absurd ab, wie es schon bei der Anfahrt der Fall war. Es ging kreuz und quer und rauf und runter durchs Hochland. Die Aussicht war zwar immer wieder sehr reizvoll, ich hatte aber leider nicht so sehr das Auge dafür, weil ich mich voll und ganz auf den Verkehr konzentrieren musste. Die Straßen waren teilweise so eng, dass ich bei Gegenverkehr manchmal dem Fahrbahnrand gefährlich nahe kam. Am Fahrbahnrand war oft Mauerwerk, Bäume, Büsche, dünne querstehende Äste und sicherlich auch mal ein kleiner Graben oder Schotter, was ich nur wage wahrnehmen konnte, weil mein Blick ja mehr in den Gegenverkehr gerichtet war. Ich hatte nicht den Eindruck, dass entgegen kommende Fahrzeuge Anstalten machten, ein bisschen mehr auf ihrer Straßenseite zu bleiben (auch die Geschwindigkeit wurde nicht wirklich gedrosselt), die Linie wurde schön stur zu meinem Nachteil durchgezogen, das war phasenweise doch recht anstrengend.

    Im Hotel habe ich mir dann für den nächsten Tag überlegt, dass ich einfach ein Zwischenziel in mein Navi eingebe, um dieses Querfeldeinfahren zu vermeiden (streng genommen habe ich mich ja wahrscheinlich schon im ziemlich dunkelgrauen Bereich bewegt, was das Fahren eines Mietwagens auf zulässigen Straßen anbelangt).
    Über den Umweg „Derby“ bin ich dann nach Alton Towers gefahren, allerdings versuchte mich mein Navi ab dort erneut querfeldein zu schicken, habe das aber ignoriert und bin nur noch den Schildern nach Alton Towers gefolgt (ab „Derby“ ging das ganz gut). Zurück lief das ähnlich ab, wobei ich den Fehler machte, ein paar Meilen zu früh das Kommando wieder in die Hände meines Navis zu übergeben, so dass ich in abgeschwächter Form (wenigstens keine Waldwege / keine einspurigen Wege) am Rande des Hochlands nach Sheffield rauf und runter geführt worden bin (nach einem Freizeitparkbesuch ist man ja manchmal wie auf Droge, quasi wie in einem leichten Schwebezustand, da funktionieren nur noch die Standards / die Automatismen, also habe ich auch nur das Direktziel eingegeben und bin ohne weiter nachzudenken, von Alton Towers losgefahren …).
    Damit dann aber auch genug zu diesem Thema, zurück zu meinem Erstbesuch des ebenso spannenden Parks.
    Am Donnerstag habe ich noch die Monorail für die Wegstrecke zum Eingang benutzt (die Wartezeit betrug ca. 20 Minuten) …



    ... am Freitag dagegen habe ich die Strecke zu Fuß zurückgelegt (der Parkplatz war deutlich voller, das verhieß also nichts Gutes in Sachen Anstehen).



    Eigentlich kann ich diesen Fußweg nur empfehlen (jedenfalls dann, wenn eine höhere Wartezeit an der Monorail sehr wahrscheinlich ist), so besonders weit ist das jetzt nicht bis zum Eingang (mögen knapp 15 Minuten gewesen sein) … ich war nicht der Einzige, auch z.B. Familien mit Kinderwagen haben lieber diesen Fußweg auf sich genommen.
    Zum Glück bin ich mit meinem Online-Ticket recht schnell in den Park reingekommen. Am Freitag ging es Dank erworbener Jahreskarte (mit Einschränkungen) noch ein Tick schneller.
    Den Entschluss, das Upgrade für nur 22 Pfund in Anspruch zu nehmen, habe ich nach nicht mal einem halben Tag gefasst (damit habe ich aber auch gleichzeitig einen anderen Park aus meiner ursprünglichen Planung endgültig heraus-gekegelt).

    Bevor es dann wirklich mit dem Erkunden losgehen konnte, habe ich als letzte Amtshandlung noch das Ticket für das Parken gelöst (wenn mir die Erinnerung keinen Streich spielt, waren das jeweils 6 Pfund … die Automaten habe ich gleich nach Passieren der Kontrolle gesichtet … man läuft allerdings, wenn man in den Park hineingeht, nicht automatisch drauf zu, man muss schon zur Seite gucken).

    Anschließend tat sich mir dann folgendes Panoramabild auf (very british mit der Parkanlage und dem Schloss ):





    Nach Freizeitpark sah das jetzt nicht wirklich aus, wenngleich ich doch recht schnell ein Stück Schiene von Spinball Whizzer gesichtet habe. Magischer war aber das Schloss, so dass es mich zunächst dorthin verschlug.



    Rechts davon entdeckte ich die Bahnen Oblivion und The Smiler.
    An „damit fahren“ war vorerst nicht zu denken, da mir und allen anderen der Zugang zu diesem Bereich verwehrt blieb, als Grund hierfür wurde der zu starke Wind genannt.
    Nicht weit weg waren dafür Rita und Th13teen, wo ich mich für den Klon von Desert Race als erste Fahrt des Tages entschieden habe.





    War ganz nett, aber interessanter und mystischer sah die direkte Nachbarbahn aus (Bilder dazu = extreme Mangelware bzw. eher gar nicht vorhanden, da die Bahn doch recht abgeschottet im Wald liegt).



    Die Fahrt im Dickicht des Waldes macht ordentlich Spaß. Die nicht so lange Strecke (756m) wird mit Abwechslung kompensiert (Fall- und Rückwärts-Part), was natürlich zu einer positiveren Gesamtbeurteilung beiträgt. Bei mir konnte sie jedenfalls punkten, ich finde sie klasse (keine Weltklasse-Bahn, aber eine Bahn, die Lust auf Wiederholungsfahrten macht).
    Dann wollte ich doch mal schauen, wie das mit der Achterbahnneuheit im Park ist, also habe ich mich auf den Weg in Richtung „Achterbahnlegende“ Nemesis gemacht. Da ich nicht sehen konnte, dass die Seilbahn fährt (war erst am Freitag den ganzen Tag im Betrieb) bin ich zu Fuß in den besagten Bereich gewechselt (man ist zwar schon so einige Minuten unterwegs, kam mir aber jetzt auch nicht länger vor, als wie wenn ich z.B. im Heidepark von einem Ende zum anderen Ende wechsele).
    In der Nähe eines zentralen Platzes, wo es einige Essensmöglichkeiten gab, hab ich dann die anmutende Holzkonstruktion von Wicker Man bestaunen können.













    Dass es gerade nicht so voll war, habe ich logischer Weise dafür genutzt, mich gleich in die Queue einzureihen. Wenn ich mich nicht irre, gab es kurz vor dem Einstieg eine Pre-Show (ähnlich wie z.B. bei Baron 1898). Meine Erinnerung weist kleine Lücken auf, weil ich an beiden Tagen nur einmal damit gefahren bin. Das lag jetzt nicht daran, dass ich womöglich enttäuscht war, nein, die Fahrt war schon ganz in Ordnung (jagt ganz gut über das Gebälk), ohne Frage eine Bereicherung für das Angebot an Spaßmaschinen im Park, allerdings war ich am ersten Tag damit beschäftigt, alle Counts einzusammeln und am zweiten Tag waren mir die Wartezeiten dann doch etwas zu hoch (auf um/bei 60 Minuten hatte ich keine Lust).
    Dafür bin ich bei Nemesis auf ein paar Fahrten gekommen, da dort glücklicher Weise die Wartezeiten oft moderat waren (10-20 Minuten). Nemesis hat mich allein schon von der Kulisse her beeindruckt. Diese mächtigen Stützen und Schienen, eingebettet in einer kleinen Felsenschlucht, wussten zu faszinieren. Und so gut wie das aussah, so fuhr sie sich auch. Fakten: Nur 13m hoher Lift, die Höhendifferenz beträgt aber Dank Terrain immerhin fast 32m, die Strecke ist zwar nüchtern betrachtet mit 716m recht kurz, aber fährt sich fantastisch, ist auf jeden Fall eine meiner Lieblings-Inverted-Coaster geworden.





















    Naheliegend wäre jetzt gewesen, als nächstes mit dem Flying-Coaster Galactica zu fahren, da waren allerdings regelmäßig hohe Wartezeiten angezeigt. Irgendwann im Laufe des 1. Tages habe ich mich aber dann trotzdem eingereiht und es stellte sich heraus, dass Realität und angezeigte Wartezeit stark voneinander abwichen.





    Später, wo die Leute aber bis zum Anfang des Einganges und teils sogar noch davor standen, habe ich lieber auf weitere Fahrten verzichtet. Die Reihenfolge meiner Fahrten am ersten Tag sah insgesamt so aus:
    Rita, Th13teen, Wicker Man, Nemesis, Spinball Whizzer, Octonauts Rollercoaster Adventure, Galactica, Runaway Mine Train, Oblivion.
    15 Minuten vor Parkschließung habe ich im Eingangsbereich mitbekommen, dass rechts neben dem Schloss Oblivion und The Smiler im Betrieb sind (an jeweils den höchsten Punkten sah ich aus der Ferne die Züge fahren). Auf gut Glück bin ich stramm zum Achterbahnknäuel hingegangen. Bei The Smiler war der normale Eingang schon abgesperrt (evtl. sind aber noch welche mit Fastpass reingekommen … vereinzelte Personen wurden jedenfalls durchgelassen … die Wartezeit betrug, wenn ich mich nicht irre, 60 Minuten oder so), bei Oblivion hat es aber geklappt. Dort herrschte reger Hochbetrieb, sah so aus, als hätten sie alle Züge eingesetzt, um dem Ansturm Herr zu werden. Trotzdem habe ich fast 30 Minuten angestanden.

    Der Fall ins Loch war zwar ganz schick (vor allem die gefühlt recht lange Strecke wieder heraus hatte was), aber insgesamt war es doch ein recht kurzes Vergnügen.







    Am Freitag war für mich The Smiler das erste Ziel des Tages, der Moment war gut gewählt (hin und wieder passte das Timing), ich brauchte nur knapp 30 Minuten anzustehen (das erhöhte sich rasend-schnell auf das Doppelte). Ein bisschen Respekt hatte ich schon vor dieser Fahrt, immerhin sollte ich bei knapp 1,2 km Strecke 14x auf den Kopf gestellt werden. Die erste Inversion ließ auch nicht lange auf sich warten, direkt aus dem Bahnhof heraus ging es in die Keller-Inversion (so nenne ich sie mal). Aus dem Keller heraus ging es dann ins Tageslicht den ersten Lift hoch.
    Die Abfolge an Inversionen war schon heftig, aber zumindest gab es eine Verschnaufpause am 2. (Senkrecht-) Lift.













    Ich war überrascht, dass die Bahn sich doch ganz vernünftig fahren ließ (fuhr mit einer störrischen Ruhe), so gesehen war eine Wiederholungsfahrt absolut im Bereich des Machbaren, da es aber voller als am Donnerstag war und ich mich auch mit Nemesis ein paar Mal auf den Kopf drehen ließ, habe ich es bei der einen Fahrt belassen.

    Überrascht war ich auch von dem gut gemachten Interactive Dark Ride Duel, ein schöner Mix aus Geisterbahn und Ziele treffen. Also Geisterbahn können die Engländer definitiv, sollte man nicht auslassen … ich selber habe fast jede Gelegenheit genutzt, um meine Runden damit zu drehen.
    Schon der Eingangsbereich von Duel hatte was Stimmungsvolles ...










    Auch wenn mancher Abschied schwer fällt, ein Kapitel schließt sich und ein neues Kapitel wird aufgeschlagen, deshalb jetzt noch schnell diese letzten Eindrücke von Alton Towers:


































    Flamingo Land (Samstag)


    Nach einer weiteren Nacht in Sheffield (hier ein Bild vom Fußballstadion direkt neben dem Hotel) …



    … ging es für mich am Samstag (16.06.) weiter nach Flamingo Land. Ohne besondere Vorkommnisse bin ich angekommen und konnte vom Parkplatz aus schon mal sehen, was mich ungefähr erwarten würde.





    Meine erste Anlaufstelle war eine Bahn, die nur wenige Wochen vorher mal Schlagzeilen machte, weil sie steckenblieb. Das habe ich natürlich verdrängt (in Sachen Alton Towers, um kurz den Sprung zurück zu machen, habe ich natürlich noch was Schlimmeres verdrängt), ich sollte aber noch 2 „Steckenbleiber“ an 2 anderen Attraktionen an diesem Tag erleben (passierte jeweils unmittelbar bevor ich drin gesessen hätte … lief aber zum Glück ohne langen Stillstand ab).
    Kumali fuhr sich für eine Vekoma-Bahn ganz passabel, hat definitiv etwas Spaß gemacht.









    Danach bin ich mit Mumbo Jumbo gefahren, die erst mit Verspätung den Betrieb aufgenommen hat (sollte eigentlich meine erste Fahrt werden, weil ich auf die Bahn am meisten gespannt war).
    Die Abfertigung war dort ein bisschen schleppend, deshalb musste man im Verhältnis zu der Anzahl an Wartenden recht lange anstehen. Die Schienenführung ist schon echt abgefahren, die Fahrweise kann man schon ein wenig mit der einer Wilden Maus vergleichen, ist aber einfach mit mehr extremeren Fahrelementen/-eigenschaften bestückt (u.a. 112 Grad First Drop, 2 Inversionen, sowie beachtliche 4 g). Insgesamt (ziehe ich die 2. Fahrt als Maßstab heran) hat mir die Fahrt ganz gut gefallen, nur bei meiner ersten Fahrt habe ich im Schlussabschnitt 1 – 2 unangenehme Schläge verspürt (ich war nicht drauf gefasst, aber wenn man seine Körperposition leicht verändert, erreicht man auch da noch ein angenehmes Fahrgefühl … fragt mich nicht wie, in der Regel presse ich mich bei unruhigen Coastern in den Sitz so rein, dass ich mich kaum einen Millimeter bei Erschütterungen hin und her bewege).







    Nicht weit weg war der Coaster Hero, ich hatte zwar keine große Lust auf diesen Coaster, aber was soll´s, ich tu es für mein Count-Konto, so war meine Devise und irgendwie leicht abgefahren ist das Ding ja schon (wenn’s ein bisschen crazy ist, mag ich das ja eigentlich), so dass es für den Moment okay war.
    Mehr Lust hatte ich auf den Motorrad-Coaster Velocity, den ich als nächstes in Angriff genommen habe. Aus meiner Beobachtung heraus war es dort über den Tag immer am vollsten. Für einen Samstag war das aber mit den Wartezeiten erstaunlich moderat, ich hatte echt Schlimmeres befürchtet. Nach vielleicht 25 Minuten in der Queue musste ich nur noch einen Zug abwarten. Der Zug fuhr an und nach wenigen Metern blieb der Zug stehen (ungefähr 4 Fahrgäste waren auf freier Strecke, der restliche Teil des Zuges war noch im Bahnhof). Es wurde telefoniert (vermutlich wurden die Techniker informiert) und eine Durchsage gemacht. Ein kleines Mädchen im Zug hat es dann offensichtlich mit der Angst zu tun bekommen und fing zu weinen an. Eine Operatorin hat sich daraufhin ausgiebig ihr gewidmet und beruhigend auf sie eingeredet. Als die Techniker nach einigen Minuten kamen, wurde sie auch als erste befreit (die Verriegelung der Bügel wurde manuell direkt am jeweiligen Zugteil gelöst). Der Zug wurde in den Bahnhof zurückgeschoben. Als Entschädigung gab es für alle Fahr-willige, die sich im Bahnhof aufhielten, ein Fastticket für einen x-beliebigen Ride im Park.

    Die nächsten Fahrten habe ich mit Runaway Mine Train und Dino Roller gemacht. Danach habe ich gesehen, dass sich schon wieder eine Schlange bei Velocity gebildet hat, sie fuhr also wieder und mein Plan war auch, bei der Bahn das erhaltene Ticket einzulösen. Musste, obwohl ich der erste war, der vom Ausgang aus zum Bahnhof gegangen ist, trotzdem noch 2 Fahrten abwarten, aber dann war es soweit, ich konnte mit dem Klon von Booster Bike fahren. Irgendwie saß ich aber nicht optimal, es drückte an einer, wie sage ich es mal am besten, ungünstigen Stelle etwas fies , so dass ich die Fahrt nicht richtig genießen konnte. Hatte ich komplett anders in Erinnerung, sowohl bei Booster Bike als auch zuletzt bei Rocket Cycles hatte ich ein angenehmes Sitzgefühl (naja, vielleicht war es bei dieser Bahn ja nur eine zufällige Befindlichkeit).





    Hiernach brauchte ich erst einmal was Softes, also habe ich eine Runde mit der Parkeisenbahn gedreht. Ebenso habe ich auch die Strecke mit der Seilbahn zurückgelegt. Man bekommt einen ganz guten Eindruck vom Park, die Mischung aus Fahrattraktionen und Tieren kann sich sehen lassen, es gibt sogar entlegene Bereiche, die ich zunächst vernachlässigt habe, aber zum Finale hin dann doch noch durchlaufen bin.



















































    Nicht auf dem Zettel hatte ich eine niedliche Kinder-Geisterbahn (Mischief Mansion), die ich beim Verlassen der Muddy Duck Farm entdeckt habe …

    Mein letzter Count im Park war Zooom!, auf Twistosaurus habe ich verzichtet, da mir nicht so sehr nach Drehen war...



    Vielleicht lag es an meinen Gedanken, die unbewusst auch schon ´ne ganze Weile Karussell fuhren, denn urplötzlich kam mir in den Sinn, nachdem der Tag sowieso schon fast gelaufen war, Mensch, ich hätte doch heute Spätvormittag meine CF-Karte an der Kasse vorzeigen können. Habe ich doch glatt vergessen und das, obwohl ich alles im Vorfeld ausgearbeitet und festgehalten habe. 12 Pfund Rabatt also in den Sand gesetzt, aber was will man machen, der Zug hierfür war längst abgefahren.

    Besser man erfreut sich weiter an den Eindrücken vom Park, deshalb also noch schnell letzte Bilder (last, but not least):















    Kurz vor Parkschließung wollte ich, nachdem sich schlechtes Wetter ankündigte (es wurde immer stärker bewölkt und in der Ferne war Gewitter zu hören), noch schnell meine 2. Fahrt mit Cliff Hanger (55m hoher Shot and DropTower) machen. Ich musste nur eine Fahrt abwarten. Doch bei der Fahrt versagte die Technik, die Gondel blieb in luftiger Höhe stehen und konnte nur sehr langsam heruntergefahren werden. Hieß also, dass der Turm außer Betrieb gehen würde (waren eh nur noch wenige Minuten bis zur Parkschließung). Hab mich dann auf den Weg zum Auto begeben.

    Kaum außerhalb des Parks gewesen, fing es auch schon zu regnen an.
    Eine riesige Karawane an Autos bewegte sich in Richtung Hauptstraße und dann musste ich quer rüber auf die andere Straßenseite (Hauptstraße Richtung Malton; A169), habe aber im letzten Moment, weil ich das Gefühl hatte, es könnte zu knapp werden, abgebremst. Es folgte ein krachendes Geräusch, sprich das Fahrzeug hinter mir ist leider aufgefahren. Nach der ersten Sortierung bin ich genauso wie der Unfallbeteiligte auf die beruhigte Straße gegenüber gewechselt (es herrschte ja gerade sehr starker Verkehr). Nach den Diskussionen (ich hab zwar nicht viel wortwörtlich verstanden, aber ungefähr war mir klar, was für Vorwürfe geäußert worden sind) und nach der Fahrzeugbegutachtung, die zum Ergebnis führte, dass keine Schäden festzustellen sind, ging bzw. fuhr jeder seines Weges (klarer Fehler, ich hätte Daten aufnehmen müssen).
    Natürlich habe ich mir überlegt, ob ich den Unfall melden muss, insbesondere nachdem ich bei der genaueren Fahrzeugbegutachtung beim nächsten Hotel unter dem Auto kleine Schäden feststellen konnte (Plastikhalterungen der Stoßstange waren betroffen; eine Halterung durchgebrochen und an einer anderen Stelle ist die Halterung etwas herausgerutscht). Ich habe mich dann entschieden, in Deutschland beim Vermittler (Auto nicht direkt beim Autovermieter gebucht) anzurufen, wo man mir sagte, wenn das Fahrzeug fahrtüchtig ist, reicht es aus, bei der Rückgabe ein entsprechendes Protokoll anfertigen zu lassen (auch ein harmloser Unfall muss letztlich angezeigt werden, ansonsten würde man sich strafbar machen). Später, nachdem ich in einer anderen Sache darauf aufmerksam gemacht worden bin, mal meine Mails zu checken, habe ich auch die Versicherungsstelle des Autovermieters über den Vorfall informiert (direkt nach Vertragsabschluss in London Heathrow wurden mir Unterlagen per Mail zugeschickt, wo es u.a. den Hinweis gab, dass ein Unfall jeglicher Art unverzüglich an die Versicherungsstelle zu melden ist). Der Urlaub gewann, wenn man so will, immer mehr an unfreiwilliger Korrespondenz-Dynamik.


    Shipley bei Bradford (Sonntag)

    Am Sonntag (17.06.) hatte ich Pläne, die sehr reizvoll waren, aber viel Fahrerei bedeutet hätten … ich habe dann unter dem Eindruck vom Vortag entschieden, mal einen etwas ruhigeren Tag einzulegen (im Nachhinein denke ich, vor allem wenn ich jetzt über google street view die Kreuzung betrachte, wäre ich bloß links abgebogen und hätte mir den nächsten Kreisverkehr zu Nutze gemacht … man hat ja eigentlich fast immer `ne Garantie, dass der nächste Kreisverkehr nicht weit sein kann).
    Deshalb habe ich vor der Weiterfahrt an die Irische See (Randmeer des Atlantiks) noch einen Spaziergang im Ort (Shipley) bzw. am Kanal direkt hinter dem Hotel gemacht.

























    Frühnachmittags bin ich dann aufgebrochen und habe den fast direkten Weg nach Blackpool gewählt (nur kleinen freiwilligen Umweg eingebaut). Dazu aber mehr im nächsten Bericht. Vielen Dank für das Interesse.
    Vielleicht ja bis zum nächsten Roman.
    Gruß, speedfreak
    Chris B. und Kodjack gefällt dieses Posting.
    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Runde um Runde in England; 2x Alton Towers*spezial* u. 1x Flamingo Land*süß-sauer* - Erstellt von: speedfreak Original-Beitrag anzeigen
    Kommentare 5 Kommentare
    1. Avatar von Agent
      Agent -
      Toll, dass es schon weitergeht freu mich auf den nächsten Teil
    1. Avatar von Deevilad
      Deevilad -
      Vielen Dank für die jetzt schon tolle Berichte Reihe! Ich bin eindeutig, einer der 5 Leser... Koffer werden allerdings erst im Juni gepackt, bis dahin kann man sich aber Vorfreude anlesen.
    1. Avatar von speedfreak
      speedfreak -
      Danke für die positiven Rückmeldungen.

      Juni 2019 ist zwar noch lange hin, aber mit anderen Aktivitäten vorweg und dem einen oder anderen Stoff, den man dazu lesen kann, wird die Zeit bis dahin wahrscheinlich schneller verfliegen, als man für den Moment noch empfindet.

      Wohl nicht nächstes Jahr, aber vielleicht in 2-3 Jahren kann ich mir auch wieder ein Comeback auf Englands Straßen vorstellen, dann aber etwas großzügiger geplant (möglichst immer mal ein Tag dazwischen, wo das Auto nicht bewegt werden muss; in Blackpool habe ich das jedenfalls genossen, 2 Tage mal ohne Auto sein zu können).
    1. Avatar von Markus mit k
      Markus mit k -
      Ich habe vor 3 Wochen fast dieselbe Tour gemacht wie du. Die Berfürchtung mit den engen Straßen hatte ich auch. Deshalb habe ich mir nur von Leeds aus einen Mietwagen für Lightwater Valley und Flamingo Land genommen. Das hat soweit prima funktioniert, aber etwas stressig habe ich das auch empfunden. Bin allerdings mit Google Maps gefahren, das scheint nicht ganz so abenteuerliche Routen zu wählen. Für Blackpool, Alton Towers und Drayton Manor habe ich dann nur den öffentlichen Verkehr benutzt. Das ist natürlich auch ein Wagnis, weil man nie weiß, ob das alles klappt, aber bis auf 1x 1 Stunde Verspätung wegen SEV hat alles tadellos funktioniert. Also kann man auch so machen, persönlich finde ich das entspannter (wobei man natürlich mit diversen ÖPNV-Apps und Ticketbuchungen beschäftigt ist), aber das empfindet ja jeder etwas anders.
    1. Avatar von speedfreak
      speedfreak -
      Die Variation hört sich im Prinzip auch ganz gut an.
      Wie Du schon sagst, bedarf das mit Bus / Bahn zwar nochmal einer anderen Vorbereitung, dafür kommt man entspannter zu den Zielen (von möglichen Unregelmäßigkeiten abgesehen).

      Mit dem Auto wiederum ist man flexibler unterwegs … Wenn aber die Ziele, die man unbedingt ansteuern möchte, gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind, tendiere ich auch eher dazu, mir den Stress mit dem Auto zu ersparen (hängen ja noch andere Dinge wie hohe Kaution etc. dran; bei mir war das jedenfalls eine stattliche Summe, die sich auf meiner Kreditkarte für mehrere Wochen breit machte).

      Eigentlich wollte ich noch 2-3 weitere Parks abgrasen.
      Auf den Weg nach Blackpool wollte ich ursprünglich einen größeren Umweg über Wales (dort mit 2 Stopps) fahren, habe aber gemerkt, dass ich mich vom Stressfaktor her etwas übernehmen würde, deshalb bin ich da mit dem Vorhaben zurückgerudert.