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  • Chris vs. Chris: Tagesbesuch vs. Mehrtagesbesuch



    In unserer Reihe Chris vs. Chris beschäftigen wir uns heute mit der Frage nach der Verweildauer in den Freizeitparks dieser Welt. Reicht ein Tag oder sollen es mehrere Tage sein?

    Tagesbesuch by Chris:
    Regelmäßig stellt sich für den Freizeitparkbesucher die Frage: “Wie viel Zeit sollen wir denn einplanen?”. Und der Blick auf die Homepages der Parks zeigt, dass der Eintritt mit Dauer der Besuchstage immer günstiger wird. Meist lohnt sich schon an dem Zwei- und Drittbesuchstag der Kauf einer Jahreskarte, was dabei natürlich gerne in Anspruch genommen wird.
    Ich persönlich bin seit mittlerweile 20 Jahren Freizeitparkfan (Oh Gott – klingt, als wär ich schon steinalt) und wenn ich auf die Historie meiner Parkbesuche zurückblicke, dann zeigt sich, dass ich in den seltensten Fällen ein Mehrtagesticket benutzt habe. Woran liegt das?
    Wenn ich eine Freizeitpark-Tour durch ein fernes Land mache, dann halte ich mich nicht länger als einen Tag im Park auf. Falls ich mehrere Tage unterwegs bin, dann versuche ich lieber, weitere Parks mit jeweils einem Tag Verweildauer zu besuchen. Und ich muss hinzufügen, dass ich nicht der “Hardcore-Counter” bin. Ich nehme alle Bahnen mit, wenn es sich anbietet und zähle sie, aber ich bin niemand, der nur aufgrund eines neuen Counts unzählige Kilometer Umweg in Kauf nimmt.
    Von einem Tag im Park geht für mich ein besonderer Zauber aus – ich tauche in eine Welt voller Adrenalin und Spaß ein, in der ich den Alltag für einen gewissen Zeitraum vergessen kann. Am Abend gehe ich völlig glücklich und zufrieden in mein Hotelbett und schlafe erschöpft ein. Ich nutze allerdings die Öffnungszeiten der Parks aus. Ich bin keiner, der erst Mittag ankommt und nach wenigen Stunden wieder den Heimweg antritt. Und das reicht mir dann auch. Was kann mir der zweite Tag noch bieten? Ich kenne die Bahnen nun und wenn richtig tolle Attraktionen dabei waren, dann bin ich die bei meinem Besuch schon mehrfach gefahren.
    Am zweiten Tag ist (bei mir zumindest) meist schon ziemlich die Luft raus. Ich steuere dann nur noch zielstrebig die Hauptattraktionen an, die ich vielleicht unbedingt noch einmal fahren möchte. Dabei geht aber der Blick auf die Kleinigkeiten verloren – man kennt ja schon alles. Ich erlebe Freizeitparks viel intensiver, wenn ich das Erlebnis auf einen Tag verdichtet habe. Außerdem brauche ich die Abwechslung. Ich bin keiner, der sich eine Jahreskarte für einen Park kauft - das würde mir auf Dauer zu langweilig werden und jede noch so gute Achterbahn würde mit der Zeit ihren Reiz verlieren.
    Ich hatte bisher zwei Mal ein Mehrtagesticket. Das erste Mal im Mirabilandia (Italien), da der zweite Besuchstag gratis war und wir am nächsten Tag noch nichts vorhatten. War der erste Tag einfach nur super, so hatte ich am nächsten Tag gar nicht mehr die große Motivation alles noch einmal zu erleben.
    Genauso erging es mir nach einem langen Halloween-Tag im Movie Park. Natürlich war es ein langer Abend mit dem Halloween-Event, aber die Motivation am zweiten Tag hielt sich in Grenzen.
    Wenn ich meine Parkbesuche Revue passieren lasse, dann fällt mir kein Park ein, den ich unbedingt mehrere Tage am Stück besuchen müsste. Gut, das Disneyland Paris oder auch das Disneyland in Kalifornien wurden jeweils zwei Tage besucht – dabei handelt es sich aber um jeweils zwei eigenständige Parks. Selbst Busch Gardens Tampa oder auch Six Flags Magic Mountain waren an einem Tag wunderbar zu schaffen. Zur Not auch mit Drängelpass.
    In Deutschland fällt mir eigentlich nur der Europa-Park ein, bei dem sich ein Mehrtagsticket vor allem in der Ferienzeit lohnen könnte. Aber wenn ich an jeder Bahn zwei Stunden Wartezeit in Kauf nehme, dann ist meine Laune auch am zweiten Tag im Keller. Da wähle ich lieber einen anderen Tag aus oder komme im nächsten Jahr wieder.
    Mein Fazit zum Thema Tagesbesuch vs. Mehrtagesbesuch ist, dass jedem Anfang und jedem Parkbesuch ein ganz bestimmter Zauber innewohnt. Gerade bei einem bisher unbekannten Park spürt man das Kribbeln, wenn man vom Parkplatz zum Eingangstor geht. Und das ist am nächsten Tag einfach nicht mehr in dieser Form vorhanden. Auch bei einem Wiederholungsbesuch in verschiedenen Jahren ist es so, dass ich am Morgen diese Begeisterung spüre, wenn es wieder los geht. Und die stumpft (bei mir zumindest) bei einem Mehrtagesbesuch leider ab, je länger der Besuch dauert.

    Mehrtagesbesuch by Chris B.:
    „Sollen wir einen Tag oder länger für den Park einplanen?“-Diese Frage erreicht mich öfter mal von Bekannten, die einen Freizeitparkaufenthalt planen. Je nachdem wohin es geht, antworte ich in den meisten Fällen, dass es für mich persönlich mehr Sinn macht große Parks zwei oder mehrere Tage zu besuchen. In manchen Parks gibt es mittlerweile eine so enorme Bandbreite an Attraktionen, Shows und Gastronomie, dass es die teuren Eintrittspreise nicht mehr wert sind, bei einem Tagesbesuch in Hektik zu verfallen. Klar, fast alles kann man mit der richtigen Planung und den nötigen Tips schaffen, aber der Stressfaktor wird immer höher. Vor allem wenn man mit Familien, also Oma, Opa, Kind und Co. einen Ausflug macht. Wenn das nötige Kleingeld vorhanden ist, ist es nunmal tausend mal schöner, wenn man noch eine nette Übernachtungsmöglichkeit hat, die einen perfekten Tag noch besser macht. Egal ob kleine gemütliche Pension, oder 4-Sterne (wir bieten dir alles) Hotel.

    In vielen meiner besuchten Parks war ich nur einen Tag. Nicht selten hatte ich aber dasBedürfnis, länger dort zu bleiben. Manchmal hat man das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Außerdem macht einem das Mehrtagesticket die An- und Abreise angenehmer, da man nicht zwingend zur Parköffnung anwesend sein muss und auch nicht immer den letzten Tag bis zum Ende bleibt.

    Erst vor kurzem war ich 1 ½ Tage im Heide-Park. Am ersten, den halben, Tag waren viele Leute im Park und es gab dementsprechende Wartezeiten. Viel Bock auf das Anstehen hatten wir nicht und somit kamen wir innerhalb von über 4 Stunden nur einmal zum Rafting und (immerhin) fünfmal Flug der Dämonen, mithilfe der Single Rider Line. Fahrtzeiten inklusive Warten lag bei ca. 1 Stunde!? Den Rest der Zeit machten wir uns einen gemütlichen Tag in der Sonne und verschafften uns einen Eindruck vom Park. Am zweiten Tag war genug Zeit alles auszuprobieren und dann auch noch ohne Anreisestress.
    Ich muss zugeben ich brauche diese gemütliche Art von Parkbesuch nicht immer. Ab und zu muss auch einfach mal ein actionreicher Tag mit vielen Fahrten sein. Da ich den Park aber mittlerweile sehr gut kenne, war es einfach mal eine willkommene Abwechslung zum stressigen Alltag der letzten Wochen. Und das ist einer der Gründe, warum ich öfter Freizeitparks besuche. Um einfach mal runterzukommen und alles andere zuhause zu lassen. meistens an Orten die ich gut kenne, mal auf Touren auf denen ich vieles neues entedecke. Hauptsache ich fühle mich wohl. Dafür braucht man auch schonmal mehr als einen Tag.

    Zusammengefasst lohnt sich ein Mehrtagesticket in fast allen Fällen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man einen Park gut kennt oder nicht. Wenn man Spaß und Ruhe möchte, sollte man sich auf diese Art von Kurzurlaub einlassen. Wenn man das Verlangen nach einer kurzen und günstigen Adreanlinkur hat, spricht natürlich auch nichts gegen Tagesbesuche.


    Was sagt ihr dazu? Lieber einen Tag oder mehrere Tage in den Parks dieser Welt verbringen?
    Mario M., PeterKa, Tripsdrill Fan und 13 anderen gefällt dieses Posting.
    Kommentare 8 Kommentare
    1. Avatar von Tripsdrill Fan
      Tripsdrill Fan -
      Danke für den tollen Artikel
      Ich finde, es kommt ganz auf den Park an, ob man ein oder mehrere Tage braucht!
      Ein Disneyland schafft man zum Beispiek einfach nicht an einem Tag, selbst zwei Tage sind fast schon zu wenig!
    1. Avatar von Basti1208
      Basti1208 -
      Meiner Meinung nach kann man nur wissen, ob man 1 oder 2 Tage einplanen muss, wenn man den Park kennt und weiß wie die Wartezeiten sind. Im Gardaland (Italien) reicht ein Tag wenn man einen "Flash-pass" hat. Ansonsten empfehle ich an einem Mittwoch oder Donnerstag in die Freizeitparks zu fahren, da an diesen Tagen oft am wenigsten los ist.
    1. Avatar von A47CderMarc
      A47CderMarc -
      Ganz klar 2 Tage bei großen Parks wie dem EP auch beim Heide Park nehmen wir immer 2 Tage da man so mehr vom Eintritt hat
    1. Avatar von Henni
      Henni -
      Ich bin auch eher diejenige, die möglichst nur einen Tag pro Park einplant. Mehrere Tage sind für mich nur dann lohnenswert, wenn ich weiß, dass es voll werden könnte und man so an einem Tag nicht alle Attraktionen schafft. So z.B. beim Disneyland Paris, da waren wir drei volle Tage und das war genau richtig.

      Im Phantasialand waren wir beim Erstbesuch auch zwei Tage, das war aber gut so, da es am ersten Tag richtig voll war und mal wieder die Maus down war. So haben wir die und auch andere Hauptattraktionen erst am zweiten Tag geschafft.

      Es kommt auch darauf an wo der Park liegt. Parks, die ich an einem Tag mit Anreise und Abreise gut schaffe würde ich nie zwei Tage hintereinander besuchen. Nimmt man aber Parks im Ausland, wie eben Disney oder auch Alton Towers, sollte man genug Zeit einplanen, da fährt man ja nicht jedes Jahr hin.
    1. Avatar von Eulalia2002
      Eulalia2002 -
      Ich würde auch sagen, es kommt auf den Park an. Disneyland und Europapark habe ich beide jeweils für 3 Tage besucht und finde auch, dass das nötig war. Das tue ich mir dann aber auch nur einmal im Jahr an, während ich kleinere Parks und Parks in meiner Nähe mehrmals im Jahr und dann auch nur einen Tag lang besuche. Aber von Hektikmarathons, nur um alles zu schaffen an einem Tag, halte ich gar nichts.
    1. droppy -
      Bei größeren Parks finde ich es schön, auch Zeit für kleine Fahrgeschäfte und auch eine oder zwei Shows zu haben und einfach herumzuschlendern. Also eher drei Tage, aber ein Tag davon muß mindestens für die volle Adrenalinpackung reserviert sein. Außerdem habe ich lange Anfahrtswege, sodaß ich mir schon allein deswegen mindestens zwei Tage gönnen würde. Bei kleinen Parks in meiner Nähe reicht ein Tag und dort ist es oft auch schwieriger einen guten Platz zum Übernachten zu finden. Würde ich nach USA fliegen, hätte ich dann eine Gewissensfrage: lieber die gleichen Bahnen bis zum Exzess auskosten oder von Park zu Park hechten.... Wie ich mich kenne, würde ich genau auswählen und dann dort länger bleiben.
    1. Avatar von Eule
      Eule -
      Interessantes Thema und ein spannender Vergleich verschiedener Philosophien!

      Ich selbst war früher auch ein ganz klarer Verfechter von der Eintagesvariante und habe auch Parks wie den Europapark und Alton Towers an einem einzigen Tag "durchgezogen" (und dabei auch so gut wie jede fahrbare Attraktion mitgenommen). Das lag aber vor allem daran, dass ich einfach nicht mehr Zeit einplanen konnte und war auch nur möglich, weil sich in beiden Großparks die Wartezeiten an den Besuchstagen zum Glück in Grenzen hielten. Und an ein gemütliches Bummeln durch den Park oder eine entspannte Mittagspause in einem Lokal war da auch nicht zu denken.

      Inzwischen habe ich aber durchaus auch die Vorteile des Mehrtagesbesuchs kennen und lieben gelernt. So ist es im Heidepark zum Beispiel rein aus finanziellen Gründen für mich lohnender, einfach für ein paar Euro den Verlängerungstag zu buchen als in den Express-Butler zu investieren, der deutlich teurer ist (verglichen mit der Luxusvariante reicht die Ersparnis sogar noch locker für eine Übernachtung in einer einfachen Pension). Außerdem gibt es auch einfach Parks, die erst dann ihren wahren Zauber entfalten, wenn man sich mehr Zeit nimmt. So ist es mir z.B. dieses Jahr bei meinem Erstbesuch in Efteling ergangen: Natürlich kann man mit etwas Glück auch dort die Hauptattraktionen an einem Tag fahren, aber das ganz besondere Flair kann man dadurch sicher nicht einfangen, denn eigentlich braucht man schon allein für den Märchenwald einen halben Tag, wenn man die Märchen alle sehen will.

      Die Entscheidung bezüglich Eintages- oder Mehrtagesbesuch sollte meiner Meinung nach also immer genau abgewägt werden und sich nach den Rahmenbedingungen richten (Wie viel bietet der Park? Wie viel Zeit habe ich zur Verfügung? Wie stehen die Chancen für einen Wiederholungsbesuch in der Zukunft? Was kostet der Spaß? ...) und dann das Optimum für die jeweilige Situation herausholen. Dass das dann auch für die selben Parks zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann, ist nur logisch, weil eben noch weitere Faktoren eine Rolle spielen, die von Person zu Person und selbst von Besuch zu Besuch variieren. Insofern sind auch beide Versionen absolut legitim und Spaß haben kann man bei beiden.
    1. Avatar von Altweibermüller
      Altweibermüller -
      Nach nur einem Tag im Europa Park habe ich das Gefühl, noch etliches verpasst zu haben. Die Vorfreude auf den nächsten Besuch ist da schon vorprogrammiert - und das kann ja auch eine schöne Sache sein. Aber wenn man wie ich z.B. nicht jedes Jahr in den EP fährt, würde ich lieber gleich 2 Tage einplanen. Danach bin ich "satt" und kann ruhigen Gewissens heimfahren, selbst wenn man auch nach zwei Tagen immer noch nicht wirklich alles mitgemacht hat (Kindershows, Märchenwald, ... ). Einen Park wie den Holidaypark kann ich mir jedoch nicht vorstellen, zwei Tage am Stück zu besuchen, dafür ist einfach nicht genug zu sehen.