Hinweis: Leider fehlt auf den Touren dann doch hin und wieder ein wenig die Zeit. Trotzdem möchte ich diese Berichtserie fertig stellen, auch wenn die Berichte jetzt nicht mehr tagesaktuell sind.

Als vorletzten Park unserer Tour haben wir heute den Thorpe Park besucht. 1979 auf dem früheren Gelände einer Kiesgrube gegründet, hat sich der Park stetig weiterentwickelt. 1998 wurde der Park von der Tussauds Group übernommen, die wiederum 2007 von Merlin übernommen wurde. Seitdem wird der Park mit Thrillrides auf das jugendliche Zielpublikum ausgerichtet.

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Am Tag unseres Besuchs wurde dann noch ein neues Fastpass-System getestet. Dabei registriert man sich auf einer Website und nachdem sowohl Smartphone, als auch Eintrittskarte von einem Parkmitarbeiter erfasst wurden, kann man sich über das System ähnlich dem im Heide-Park und anderen Parks virtuell anstellen. Hat man dann seinen Zeitslot erreicht, bleibt eine halbe Stunde die Attraktion zu betreten. Das System war bei unserem Besuch für die fünf großen Attraktionen kostenlos, wird später aber sicherlich Geld kosten. Das virtuelle Anstehen hat auch in der Gruppe gut geklappt und uns viel Zeit gespart, auch wenn nur maximal zehn Personen auf ein Smartphone registriert werden können.

Anstelle einer ERT haben wir die Mögchkeit erhalten zusammen mit den Hotelgästen früher in den Park zu gehen. Schon am Eingang gab die große Menge an wartenden Schulklassen einen Vorgeschmack auf den Tag. Unser Plan war nun in der ersten halben Stunde zumindest mit The Swarm zu fahren und dann zu einer anderen großen Achterbahn zu gehen. Leider war die Bahn aber noch geschlossen und es wusste vom Personal auch keiner, wann der Coaster öffnen sollte. So nutzten wir das Fastpass-System und stellen und virtuell bei Colossus an.

Um die Wartezeit sinnvoll zu nutzen, fuhren wir mit dem Powered Coaster Flying Fish. 1983 mit einem Standardlayout eröffnet und ohne besondere Thematisierung, ist die Bahn eben ein Count, allerdings auch nicht mehr.

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Danach ging es dann zu Colossus. Die von Intamin gebaute und 2002 eröffnete Bahn war für über zehn Jahre Rekordhalter für die meisten Inversionen in einer Achterbahn. Für den Park ergab die Investition zugleich die erste große Parkattraktion.

Der erste Teil der Fahrt ist noch einigermaßen erträglich, wenngleich es neben den Inversionen kaum Highlights gibt. Im zweiten Teil der Fahrt hat man aber das Gefühl es ginge nur darum noch möglichst viele Inversionen in das Layout zu bekommen. Die Fahrt wird dadurch eher unangenehm.

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Wir haben uns nun dann in die virtuelle Warteschlange von Stealth eingereiht und sind die Bahn X gefahren. X ist eine Dunkelachterbahn, die 1996 als X:\ No Way Out eröffnet und 2013 nach Umbau neueröffnet wurde. Beim Umbau wurden die Züge ersetzt und ein Discotheming eingefügt. Seitem durchfahren die Züge die Strecke vorwärts und nicht mehr wie früher Rückwärts.

Die Warteschlange sorgte schon für Stimmung in der Gruppe. Die Fahrt mit lauter Musik erinnert ein wenig an den Spirallift einer Bahn im Europapark, aber zusammen mit den Lichteffekten wurde die Fahrt zu einem Erlebnis. Leider ging der Ride aber während der Fahrten unserer Gruppe down und es konnten noch nicht alle mit der Bahn fahren.

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Nun führte uns das Fast-Pass-System zu Stealth. Der Intamin Launch Coaster wurde 2006 eröffnet und ähnelt vom Layout her den früher eröffneten Top Thrill Dragster und Kingda Ka. Allerdings ist die Höhe mit 62 Metern deutlich geringer und es fehlt die Drehung in der Abfahrt. Weiter wurde nur eine einfache Station verbaut, wodurch immer nur ein Zug beladen werden kann.

Die Fahrt macht Spaß, ist allerdings recht kurz und die Airtime auf dem letzten Hügel wird durch die Schlussbremse leider schnell wieder beendet. Alles in Allem aber ein netter Vorgeschmack auf die großen Geschwister in den USA.

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Unsere virtuelle Warteschlange führte uns als nächstes zu The Swarm. 2012 als zweiter Wingcoaster von B&M eröffnet, war es die erste Bahn mit dem mittlerweile charakteristischen Dive-Drop. Eingebettet wurde die Bahn in eine apokalyptische Thematisierung. 2013 erfolgte dann ein Umbau, bei dem eine Werbetafel als Near-Miss-Effekt auf die Strecke gebaut wurde. Außerdem wurde die letzten beiden Sitzreihen der sieben Wagen langen Züge so umgebaut, dass der Fahrgast während der Fahrt Rückwärts fährt.

Meinen ersten Flug habe ich in den letzten Reihen absolviert und bin somit rückwärts gefahren. Es ist schon etwas anderes, wenn man eine neue Bahn fährt und eben nicht weiß, wohin einen die Strecke bringt. Bei der Bahn sah ich das aber recht entspannt, sind die B&M-Bahnen doch eher für ihre Laufruhe bekannt. Insgesamt jedenfalls war es eine schöne Erfahrung die Fahrt rückwärts zu machen, auch wenn man so nicht allzu viel von der Strecke vor sich gesehen hat. Sicherlich ist diese Art von Umbau auch eine Option für andere Parks mit Wing-Coaster.

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Zwei der großen Bahnen lagen noch vor uns. Da Saw leider an dem Tag noch nicht geöffnet hatte, fuhren wir zuerst mit Nemesis Inferno. Der 2003 eröffnete Inverted Coaster von B&M wird durch die stark ähnliche Thematisierung gerne mit der 9 Jahre älteren Anlage in Alton Towers verglichen.

Mich persönlich konnte die Fahrt nicht wirklich überzeugen. Das mag auch daran liegen, dass ich mit Black Mamba, Katun und Nemesis schon einige deutlich anspruchsvollere Bahnen fahren konnte. Nemesis Inferno fehlt an Höhe, hat aber eben auch keine zahlreichen Schluchten und andere Effekte wie die Bahnen in Alton Towers und im Phantasialand. So wirkt die Bahn etwas lieblos dahingestellt. Von der Länge und den Kräften her ist die Bahn allerdings in Ordnung.

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Bisher hatten wir nur eine Fahrt bei The Swarm und da einige nochmal Rückwärts und andere Vorwärts fahren wollten, stellen wir uns wieder virtuell an. Bei einer geschätzten Wartezeit von 1 Stunde und 40 Minuten gingen wir dann erst mal zum Burgergrill am Haupteingang etwas essen. Das Essen war dort auch soweit in Ordnung, bei vollem Restaurant auf eine Wartezeit von einer Stunde hinzuweisen ist aber schon heftig. Da läuft das Ganze in anderen Parkrestaurants deutlich besser organisiert ab. Zum Glück kam das Essen schon nach einer halben Stunde.

Während des Essens kam auch die Nachricht, dass Saw jetzt auf habe. Wir haben allerdings vorher unsere Fastpässe für The Swarm genutzt. Vorwärts ist die Fahrt mindestens genau so gut wie Rückwärts, allerdings bekommt man so mehr von der Strecke vor einem mit und der Near-Miss-Effekt kommt besser zur Geltung.

Nun stellten wir uns virtuell für Saw, unseren letzten Count im Thorpe Park an. Nachdem wir vom einen Ende des Parks zum anderen gelaufen sind, war unsere Wartezeit auch fast schon um. Kurz darauf stellen wir uns also physisch an und kamen nach kurzer Wartezeit ins Stationsgebäude. Genau wie der 2009 eröffnete Eurofighter ist auch die Station und die Queueline ganz im Thema der Saw Filmreihe thematisiert. Übrigens war die Bahn nach dem Smiler-Unfall geschlossen und eröffnete erst am 9. Juli, also einen Tag vor unserem Besuch wieder.

Die Fahrt an sich führt erstmal recht gemächlich durch einen Darkride-Part. Nach dem Lifthill mit dem typischen übersteilen Drop geht es dann aber richtig zur Sache. Die Bahn ist schon recht heftig und ein paar unrunde Stellen sorgen auch für ein wenig Kopfweh. Am Tag unseres Besuchs war mir nicht nach einer zweiten Fahrt zu mute, generell würde ich aber schon wieder einsteigen.

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Nach der Fahrt hieß es wieder virtuell anstellen, diesmal für eine weitere Fahrt Stealth. Allerdings teile sich die Gruppe etwas auf. Ein Teil wollte unbedingt mit der Wasserbahn Tidal Wave fahren, der andere Teil aber noch mit “I’m a celebrity, get me out of here!” ins Dschungelcamp gehen. So verlockend auch der Gedanke war komplett durchnässt aus einem Fahrgeschäft zu steigen, entschied ich mich doch für die Neuheit 2015.

Das Maze ist auch wirklich gut gemacht. Das Thema der Sendung wird gut aufgegriffen und während des Durchlaufs gibt es immer wieder Stellen, an denen man selbst aktiv werden muss. Ekelig wie in der Show wird dabei allerdings nichts. Dank der Gruppen von maximal zehn Personen und der Unterteilung in verschiedenen Szenen wirkt das Maze auch nicht überlaufen.

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Nach dem Maze ging Andy dann noch mit einem Teil der Gruppe zu X. Für den kleinen Ausfall am Vormittag hatte er Fastpässe bekommen, die nun noch eingelöst werden sollten, damit auch jeder mit der Bahn gefahren ist. Ich habe stattdessen den Fastpass für Stealth genutzt und noch diese letzte Fahrt im Park genossen.

Nun hieß es auch schon bschied nehmen vom Park und sich im Bus umziehen. Vom Park aus ging es nämlich direkt zum Musical Wicked im Londoner Westend. Gefühlt sind die Produktionen dort noch hochwertiger als das, was man in Deutschland kennt. Leider kam aber die Müdigkeit durch und so war ein Teil des Musicals für mich leider sehr anstrengend. Entsprechend ging ich nach dem Musical auch ziemlich direkt ins Bett. Der nächste Tag sollte schließlich noch anstrengender werden.