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Thema: Clackedi&Clack&Clackclack&Clack&Yeahhh - US Tour - Teil 3 - Lake Compounce & Quassy



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    Standard Clackedi&Clack&Clackclack&Clack&Yeahhh - US Tour - Teil 3 - Lake Compounce & Quassy

    Clackedi&Clack&Clackclack&Clack&Yeahhhhhh.
    US Roller Coaster Tour - Teil 3 - Lake Compounce & Quassy

    Teil 1 - Vorbereitung & Anreise
    Teil 2 - Six Flags New England
    Teil 3 - Lake Compounce & Quassy Amusement Park
    Teil 4 - Knoebels
    Teil 5 - Kennywood
    Teil 6 - Cedar Point
    Teil 7 - Kings Island
    Teil 8 - Holiday World
    Teil 9 - Kentucky Kingdom
    Teil 10 - Dollywood
    Teil 11 - Carowinds
    Teil 12 - Kings Dominion
    Teil 13 - Abreise & Fazit

    Unser erstes Ziel des Tages war der Freizeitpark Lake Compounce. Von unserem Motel in Enfield sollten wir für die Strecke etwas weniger als eine Stunde benötigen und da wir auch heute wieder sehr früh dran waren und der Park erst um 11.00 Uhr öffnen sollte, konnten wir auch wieder in aller Ruhe in den Tag starten und ohne ein vernünftiges Frühstück geht da erst mal gar nichts. Wie schon am Vortag beschlossen, ging es wieder in den Country Diner. Da es nicht gerade viele Diner gibt, die Cinammon Roll French Toast anbieten, musste ich diese Chance einfach noch einmal wahrnehmen. Himmlisch.

    Nachdem wir im Motel unsere Sachen gepackt und ausgecheckt haben, fuhren wir in südwestlicher Richtung auf direktem Weg nach Lake Compounce. Der Park liegt in der Nähe des Ortes Bristol im US Bundesstaat Connecticut. Wir kamen dort nach ca. 50 Minuten Fahrtzeit deutlich zu früh an und nutzten die vorhandene Zeit zum einkaufen. In einem Aldi Süd, deckten wir uns mit den nötigsten Sachen ein. Erstaunlich fanden wir, dass uns während der gesamten Tour einige Aldi Filialen und sogar ein Lidl begegnet sind. Die deutschen Discounter scheinen ordentlich zu expandieren.

    Als wir schließlich auf dem Parkplatz von Lake Compounce ankamen, standen dort erst ein paar wenige Autos vor einigen Schlagbäumen, die die Zufahrt zum Parkplatz blockierten. Wenig später wurden diese dann entfernt und nachdem wir die $ 11 Parkgebühr bezahlt hatten, konnten wir auf den Parkplatz fahren, der mir für einen Park dieser Größe gigantisch groß vorkam. Leider wurde das kostenlose Parken vor zwei Jahren abgeschafft. Es war zwar ein Samstag und das Wetter war ziemlich gut aber ich konnte mir nicht im Entferntesten vorstellen, dass sich der Parkplatz auch nur annähernd füllen würde.

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    Wir nahmen einen Rucksack mit den Park, da Taschen und lose Gegenstände in den Stationen der Attraktionen abgelegt werden können. Außerdem nahmen wir jeweils eine Flasche Wasser mit, was laut Webseite gestattet ist. Neben dem kostenlosen Parken wurden vor zwei Jahren nämlich auch die kostenlosen Soft Drinks gestrichen. Den Park betritt man durch einen Tunnel, der unter einer Straße hindurch führt. Der Zugang war noch verschlossen, da der Park erst einige Minuten nach unserer Ankunft öffnen sollte. Im Tunnel selber befinden sich auch die Personen- und Taschenkontrollen und auch hier wurde das sehr ernst genommen. Metalldetektoren, genaues Durchsuchen der Taschen, das volle Programm. In einem Land, in dem jeder eine halbautomatische Handfeuerwaffe bei sich tragen könnte und in dem regelmäßig Schießereien stattfinden, vielleicht aber auch angebracht. Dahinter befinden sich die Drehkreuze, die um Punkt 11.00 Uhr geöffnet wurden. Nachdem unsere im Vorfeld online gekauften und ausgedruckten Tickets gescannt wurden, betraten wir den Park.

    Ein Überblick zur Parkgeschichte

    Lake Compounce wurde 1846 eröffnet, was ihn zum ältesten, dauerhaft im Betrieb befindlichen Freizeitpark der USA macht. Der Park trägt den selben Namen wie der See, an dessen Ufer er grenzt. Wie einige andere amerikanische Freizeitparks auch kamen die Menschen in der Anfangszeit zum Picknicken zum Lake Compounce. Außerdem konnten die Besucher auf dem See schwimmen und später kamen dann die ersten Fahrgeschäfte dazu.

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    1914 wurde unter dem Namen Green Dragon die erste Holzachterbahn im Park gebaut, die aber bereits 1927 wieder abgerissen wurde, um Platz für Wildcat zu machen, welche auch heute noch im Park ihre Runden dreht.

    Wie andere Parks auch, litt Lake Compounce unter der Weltwirtschaftskrise und dem damit verbundenen Besucherschwund, musste aber im Vergleich zu Six Flags New England seinen Betrieb nicht einstellen. Nach einem erneuten Einbruch der Besucherzahlen Mitte der 1960er Jahre verkauft der Großenkel eines der Gründer seine Anteile schließlich an die andere Eigentümerfamilie, die den Park bis in die 80er Jahre weiter führte, diesen 1985 aber schließlich an die Hershey Entertainment and Resorts Company verkaufte, die ihn dann in Hershey’s Lake Compounce umbenannte.

    Hershey schaffte es aber nicht, den Park erfolgreich zu betreiben und schloss ihn bereits nach einem Jahr wieder, woraufhin 1988 die Joseph Entertainment Group den Park übernahm. Neben dem Betrieb als Freizeitpark, hatte der neue Eigentümer das Ziel, den Park für Veranstaltungen zu nutzen und so wurde auch der Name in Lake Compounce Festival Park geändert.

    1989 hatte die Band Milli Vanilli bei einer MTV Veranstaltung im extra für Großkonzerte errichteten Amphitheater ihren legendären Auftritt, bei dem das Band hing und sich eine Stelle des Refrains von „Girl you know it’s true“ immer wiederholte. Dieser Auftritt gilt heute als Auslöser für die anschließend wachsende Skepsis an der Band, woraufhin Frank Farian etwas später schließlich eingestehen musste, dass die Sänger gar nicht selber sangen. Hätte nie gedacht, dass das dort stattfand und ich habe davon auch erst bei meinen Recherchen im Nachhinein gelesen. In Lake Compounce wurde also nicht nur Achterbahn- sondern auch Musikgeschichte geschrieben.

    Die Joseph Entertainment Group fokussierte sich in den folgenden Jahren so stark auf die Veranstaltung von Konzerten, dass sie die Attraktionen vernachlässigte und in dessen Folge 1991 einige Attraktionen nicht mehr betrieben werden konnten. Später geriet das Unternehmen in finanzielle Schieflage und 1996 wurde der Park schließlich von Kennywood Entertainment erworben, die 2000 mit Boulder Dash die erste große Attraktion seit einer langen Zeit im Park eröffneten. 2007 verkaufte Kennywood Entertainment schliesslich seine Parks an das spanische Unternehmen Parques Reunidos, die diesen auch heute noch betreiben.

    Jetzt geht’s los

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    Lake Compounce ist ein verhältnismäßig kleiner Park und bietet „nur“ fünf Achterbahnen, ein paar Flatrides, zwei Waterrides, einen interaktiven Darkride und einen kleinen Waterpark. Eine der Achterbahnen ist ein Kiddie Coaster, der auch genau so heisst und den wir nicht gefahren sind. Ich kann mich noch nicht mal daran erinnern, wo das Ding stand. Kann aber auch sein, dass ich wir den Coaster gar nicht gesehen haben. Die zwei anderen Stahlachterbahnen sind der Vekoma Boomerang mit dem ausgefallenen Namen Zoomerang und Phobia Phear Coaster, ein Sky Rocket II von Premier Rides. Coaster Nummer 4 und 5 sind die Holzachterbahnen Wildcat und Boulder Dash, welche auch der Grund unseres Besuchs war.

    Boulder Dash (6 Fahrten)

    Boulder Dash ist eine Terrain Holzachterbahn von Custom Coaster International (CCI), die im Jahr 2000 eröffnet wurde. Die Bahn ist 1.440 m lang, 34 m hoch und wird fast 100 km/h schnell. Die Achterbahn hat im wahrsten Sinne des Wortes ein Out&Back Layout. Die Schienen kreuzen sich genau ein Mal. Der erste Teil der Strecke verläuft durch einen mit Laubbäumen bewaldeten Hang von der Station weg und nach der Wende parallel am See wieder zurück. Boulder Dash kann wohl mit Fug und Recht als das Meisterstück von CCI bezeichnet werden. Seit der Eröffnung hat die Holzachterbahn in allen relevanten Rankings kontinuierlich ganz weit oben abgeschnitten und ist unter Enthusiasten weltweit hochgeschätzt.

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    Die Ähnlichkeit des Namens zu Great Coaster International (GCI) ist übrigens kein Zufall. Drei Mitarbeiter von CCI verließen die Firma bereits Mitte der 90er und gründeten mit GCI die Firma, welche die uns bekannten Holzachterbahnen wie Troy, Wodan, Joris en de Draak und viele andere gebaut hat. CCI musste 2002 Insolvenz anmelden, woraufhin vier Designer nach der Pleite die Firma Gravity Group gründeten, die ebenfalls Holzachterbahnen herstellt.

    Nachdem wir den Park betreten hatten, machten wir uns natürlich auf direktem Weg zu Boulder Dash, dessen Eingang sich auf der gegenüberliegenden Seite des Parkeingangs befindet. Da in der Mitte des Parks die Holzachterbahn Wildcat steht, muss man hier erst einmal rechts herum gehen, um auf dem schnellsten Weg zu Boulder Dash zu gelangen. Da die Beschilderung nicht optimal ist und uns eine Mitarbeiterin außerdem in eine falsche Richtung geschickt hat, sind wir auch erst mal falsch abgebogen. Als wir die Station erreichten, waren wir aber trotzdem die ersten Gäste. Der Ride Op kündigte an, dass sie noch eine Testfahrt machen würden und es dann losgehen würde.

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    Wir nahmen in der ersten Reihe Platz und da bis zum Ende der letzten Testfahrt noch weitere Gäste in die Station kamen, hatten wir den Zug auch nicht für uns alleine. Der Lifthill, über dem die Bäume teilweise ein natürliches Dach bilden, führt einen Hügel hinauf in den Wald hinein. Nach einer Rechtskurve geht es dann den nicht besonders steilen Drop hinunter, der in einer Rechtskurve verläuft und der sich aber auch in der Front Row durch die nicht unerheblichen lateralen Kräfte schon recht intensiv fährt und den Zug ordentlich auf Touren bringt. An der Station vorbei, geht es dann in den nicht enden wollenden ersten (Out)-Teil, der komplett durch den Wald hindurch führt und der hier wieder intensive laterale Momente im Wechsel mit poppiger Airtime bereit hält. Wenn man sich dann irgendwann erstaunt fragt, wie lange die Fahrt dauert, fährt man schließlich in die spärlich gebankte 180 Grad Linkskurve, wieder mit satten Laterals, die den zweiten Teil des Streckenverlaufs (Back) Richtung See einleitet. Hier spielt Boulder Dash dann seinen zweiten Trumpf aus. Auf der fast schnurgerade verlaufenden Strecke überfährt man eine große Anzahl Bunnyhops, deren Airtime angenehm zwischen Floating und Ejector temperiert ist, insgesamt aber doch etwas sanfter als erwartet.

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    Das Pacing von Boulder Dash ist herausragend. Der Zug rast förmlich durch die 1.440 m lange Strecke und scheint dabei zu keiner Zeit Geschwindigkeit zu verlieren. Durch die ständigen visuellen Referenzpunkte in Form von Bäumen und Felsen am Rand der Strecke - vor allem im ersten Teil - und dem charakteristischen Woodie-Rattle, fühlt sich Boulder Dash außerdem deutlich schneller an, als die Bahn tatsächlich fährt. In der ersten Reihe konnte uns der Coaster auch absolut überzeugen. Je weiter man aber hinten sitzt, desto stärker wird der Rattle und desto größer die Herausforderung, die Fahrt zu meistern, ohne sich festzuhalten und selbst dann, ist die Fahrt körperlich anstrengend. Boulder Dash ist definitiv kein zahmer Ritt, sondern schon eine einigermaßen fordernde Bahn und viele Wiederholungsfahrten sind nach meinem Geschmack definitiv nur in der Front Row drin.

    Das Layout an sich mag nicht sonderlich kreativ sein, macht hier aber alles richtig. Das Setting und der Streckenverlauf durch den Wald hindurch machen Boulder Dash zu einer Pflichtveranstaltung für jeden Coasterfan. Zwar kenne ich mit The Beast, Wildfire und auch Helix Terrain-Coaster, die ebenfalls entweder auf einen Hügel gebaut sind und/oder dicht durch einen Wald führen aber bei keiner dieser Bahnen fährt man so dicht an den Bäumen vorbei. Wirklich einmalig.

    Wir nutzten die Gelegenheit und machten direkt im Anschluss noch Fahrten in einigen anderen Reihen und wie bereits erwähnt, verlangt einem die Fahrt umso mehr ab, je weiter man hinten sitzt. Spaß macht es in allen Reihen aber nur in der Front Row ist Boulder Dash für mich wirklich spitzenklasse.

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    Phobias Phear Coaster (Keine Fahrt)

    Die neueste Achterbahn im Park ist der Skyrocket II Klon, der 2016 unter dem Namen Phobias Phear Coaster eröffnet wurde. Schon von der Boulder Dash Station bemerkten wir, dass der Coaster offenbar nicht fuhr und als wir an der Station vorbeigingen, sahen wir, dass gar kein Zug auf den Schienen stand. Im Nachhinein las ich, dass der Park wohl die falschen Rollen bestellt hatte, was ich mir zwar nicht wirklich vorstellen konnte, was aber auch keine Rolle spielte, da die Bahn halt so oder so nicht fuhr.

    Thunder 'N Lightning (1 Fahrt)

    Hinter dem Phobia Fear Coaster steht der S&S Screaming Swing Thunder 'N Lightning. Nach Giant Frisbees meine liebsten Flatrides. Da als Rückhaltesystem nur Beckenbügel zum Einsatz kommen, bietet der Ride viel Airtime und das sorgt bei einigen Fahrgästen, die ihre erste Fahrt machen, teilweise für regelrechtes Entsetzen und krampfhaftes Festkrallen am Beckenbügel. Super witzig. Das Fahrprogramm war aber leider sehr kurz. Nachdem die Gondel ein mal bis zum höchsten Punkt gependelt ist, wurde auch schon wieder abgebremst. Dennoch immer wieder spassig.

    Ghost Hunt (1 Fahrt)

    Der interaktive Darkride Ghost Hunt hatte mit ca. 10 Minuten die längste Wartezeit des ganzen Tages. Wir hatten aber Lust auf etwas Abwechslung. Auch weil der Park nicht so viele Attraktionen bietet. Man fährt durch einige „gruselige“ Szenen, in denen viel Schwarzlicht eingesetzt wird und muss mit Laserpistolen auf Ziele schießen, um Punkte sammeln. Nichts Besonderes, kann man aber mal machen.

    Wildcat (1 Fahrt)

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    Die Holzachterbahn Wildcat wurde 1927 von der Philadelphia Toboggan Company nach einem Layout von Herbert P. Schmeck gebaut. Damit ist die Bahn genau so alt, wie der Coney Island Cyclone und wurde ebenfalls von den American Coaster Enthusiasts als „Historic Landmark“ ausgezeichnet .

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    Die Bahn hat ein Double Out and Back Layout und steht im Zentrum des Parks. Obwohl die gesamte Struktur Wildcats 1985 erneuert wurde, es mehrere partielle und ein komplettes Retracking gab und der Park der Bahn sogar zwei neue Millenium Flyer Züge von GCI spendiert hat, fährt sich Wildcat nicht sonderlich angenehm. Auch das Layout kann nicht wirklich überzeugen und blieb mir so gut wie gar nicht in Erinnerung. Für uns reichte hier eine Fahrt.

    Fazit

    Lake Compounce ist ein verhältnismäßig kleiner Park, der aber einen gepflegten Eindruck macht, wenngleich er jetzt auch nicht außergewöhnlich schön aussieht. Eine erkennbare Unterteilung in einzelne Themenbereiche scheint es nicht zu geben. Als wir Lake Compounce verließen, kamen zwar noch Besucher in den Park aber wirklich voll war es zu unserem Glück trotz eines Samstags nicht, was auch die eingangs gestellte Frage bezüglich der Parkplatzgröße beantwortete.

    Das Angebot an Attraktionen mag überschaubar sein aber mit Boulder Dash steht im Park eine einmalige Achterbahn, die den Besuch alleine schon rechtfertigt und mit Wildcat gibt es einen Coaster mit Nostalgiefaktor. Erwähnenswert ist noch das alte Karussell von 1911, welches zu den ältesten in den USA zählt und die Eisenbahn, welche am See entlang fährt, um die Gäste in den hinteren Teil des Parks und wieder zurück zu bringen. Die Waterrides und den Wasserpark haben wir nicht genutzt, da wir uns rechtzeitig auf die Weiterfahrt zu unserem nächsten Ziel machen mussten. Deshalb haben wir auch nichts im Park gegessen, was wir lieber auf dem Weg machen wollten.

    Quassy Amusement Park

    Gegen 14.00 Uhr verließen wir den Park bereits und machten uns auf den Weg zum zweiten Ziel des Tages. Der Quassy Amusement Park liegt gerade mal 30 Minuten entfernt. Da wir wie schon erwähnt in Lake Compounce nichts gegessen hatten, legten wir auf halber Strecke einen Stop in Waterbury ein, um dort bei einem mexikanischen Foodtruck zu essen, den ich im Vorfeld recherchiert hatte und der super Bewertungen hatte. Das Essen war auch wirklich klasse aber die Gegend erfüllte alle Kriterien einer „Bad Neigborhood“. Häuser mit abgeranzten Fassen und einige dubiose Gestalten. Trotzdem hat es sich gelohnt, da zu essen.

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    Die Weiterfahrt dauerte dann insgesamt länger als gedacht. Je näher wir dem Park kamen, desto voller waren die Straßen. Wir befürchteten schon, dass die auch alle auf dem Weg zum Quassy Amusement Park seien aber wirklich Sinn machte das zu der Uhrzeit nicht. Tatsächlich wollten sie aber doch alle zum Park. Aber nicht zum Achterbahnfahren. Als wir den Park schließlich erreichten, stellten wir fest, dass dort an dem Wochenende ein Ironman stattfand. Wir fanden zum Glück einen gerade frei gewordenen Parkplatz in der Nähe des Eingangs und da hier zwar extrem viele Menschen waren, deren Interesse aber dem Sport-Event galt, war der Park sehr leer.

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    Wooden Warrior (2 Fahrten)

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    Der Quassy Amusement Park liegt am Lake Quassapaug, auf dem die Teilnehmer des Ironman auch ihre Schwimm-Etappe absolviert haben. Der Park ist sehr klein und hat neben einigen Flatrides für Kinder auch die Holzachterbahn Wooden Warrior im Angebot, die auch der Grund für unseren Abstecher zum Park war. Der Eintritt zum Quassy Amusement Park ist kostenlos. Man kann ein All Inclusive Wristband oder Einzeltickets kaufen. Da wir nur hier waren, um Wooden Warrior zu fahren, kauften wir uns zunächst zwei Einzeltickets. Ich glaube eine Fahrt kostete $ 5, bin mir aber nicht mehr ganz sicher.

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    Wooden Warrior ist eine Holzachterbahn der Gravity Group aus dem Jahr 2011 und die erste Bahn des Herstellers, auf der die Timberliner Züge zum Einsatz kamen. Die Achterbahn ist stolze 11 m hoch, hat einen 14 m hohen Drop und ist 370 m lang. Ja, ihr habt richtig gelesen =). Die Werte lassen eher auf einen Kiddie-Coaster schließen aber das Teil fährt sich wie eine ausgewachsene Achterbahn. Gravity Group hat ja schon bei Bahnen wie Twister in Gröna Lund bewiesen, dass sie aus einer kleinen Grundfläche und geringer Höhe richtig viel rausholen können und das ist ihnen auch hier mehr als nur gelungen. Nach der Fahrt fragt man sich verwundert, wie es überhaupt sein kann, dass eine Achterbahn mit solch geradezu mickrigen Ausmaßen so viel Spaß machen kann. Ein schöner Drop, Airtime, positive Gs, das volle Programm. Wir holten uns im Anschluss direkt noch zwei Tickets, um eine zweite Fahrt in der letzten Reihe zu machen.


    Weiterfahrt nach Knoebels

    Viel Zeit konnten wir in Quassy nicht verbringen, da wir im Anschluss noch ca. 3 ½ Stunden nach Knoebels in Pennsylvania fahren mussten. Zum Abendessen stoppten wir kurz vor unserem Ziel bei May’s Drive Inn in Berwick. Das ist ein weiterer klassischer Diner mit einem charmant-trashigen Ambiente und neben den klassischen Diner-Gerichten vor allem ein beliebtes Ziel für Sundaes, Shakes & Co. Ich hatte die Honey Dipped Chicken Fingers und anschließend einen Peanut Butter Cup Sundae. Sehr geil und sehr gehaltvoll. Wie man sieht.

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    Während unseres Abendessens zog ein Gewitter herauf und es fing wie aus Kübeln an zu regnen und bei der Weiterfahrt zu unserer Unterkunft wurde das Gewitter immer heftiger. Ich hatte das Gefühl, dass wir uns die ganze Zeit mit dem Zentrum des Unwetters bewegten. Da die letzten Kilometer in Serpentinen durch einen dichten Wald führten und es mittlerweile auch stockdunkel war, war hier höchste Konzentration erforderlich. Das Wasser lief in Sturzbächen die Straßen herunter und es donnerte, als würden über unserem Auto Kanonen abgefeuert. Wir hatten beide selten so ein heftiges Gewitter erlebt.

    Irgendwann erreichten wir endlich unsere Unterkunft. Das Fish & Loaves Bed and Breakfast war die einzige privat geführte Unterkunft auf unserer Tour - die ich aber auch über Booking.com gebucht hatte - und auch eine der wenigen Unterkünfte im näheren Umkreis von Knoebels, in dem es keine der sonst so zahlreich vorhandenen Motels gibt. Der Park bietet zwar auch Unterkünfte an, da wir hier aber nur eine Nacht verbrachten, haben wir da aus Kostengründen die günstigere Option bevorzugt.

    Nach dem Check In und einem kurzen Schwatz mit unseren freundlichen Gastgebern, fielen wir hundemüde ins Bett. Draussen regnete es immer noch in Strömen und wir hofften beide, dass unser Besuch von Knoebels nicht ins Wasser fallen würde.
    Geändert von Madflex (15.07.2019 um 08:46 Uhr)
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    Coaster Count: 10
    Steel Vengeance - Lightning Rod - Taron - Maverick - El Toro - Hyperion - Skyrush - Shambala - X2 - Helix

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