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Thema: Oranje Tour 2019 – Tag 1: Hard Gaan und ungezähmter Coaster-Spaß im Walibi Holland



  1. #1
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    Standard Oranje Tour 2019 – Tag 1: Hard Gaan und ungezähmter Coaster-Spaß im Walibi Holland

    Servus Coasterfriends,
    und herzlich willkommen zum ersten Teil meiner Berichtsserie von der diesjährigen Oranje Tour
    Eigentlich hätte dies ja die erste Coasterfriends-Tour meines Lebens sein sollen, aber dann kam eben noch das Wien Katowice Weekend dazwischen und… na ja, ihr wisst schon

    Da ich im Juni schon durchaus auf den Geschmack der Touren gekommen bin, war die Vorfreude auf diesen Trip natürlich hoch und als ich irgendwann erfahren hatte, dass die Tour schon in Düsseldorf starten sollte, hatte ich die (naiverweise bei meiner allerersten Tourbuchung dazugebuchten) Flüge auf Eigenanreise umgestellt, aufgrund dem nächsten Abflugort München hätte dies bei mir kaum Sinn gemacht…

    Also sollte die Anreise komplett mit dem Zug verlaufen, und zumindest hier hat die Deutsche Bahn ihren Job recht gut erledigt, aber der Reihe nach:
    Am Freitag, den 30. August hieß es für mich früh aufstehen bei Verwandten in Karlsruhe, sodass ich rechtzeitig zum Hauptbahnhof kommen konnte:
    Die Reise startete für mich also in Karlsruhe-Durlach.
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    Am Hauptbahnhof angekommen, ging es dann mit einmal Umsteigen per ICE nach Düsseldorf, unterwegs schloss sich Patrick an, der ebenfalls diese Tour mitmachte. Selbst am Bahnhof des Düsseldorfer Flughafens mussten mussten wir nochmals mit der Bahn fahren, nämlich dem Skytrain, der uns zu den Terminals brachte.
    Ich persönlich empfand den Düsseldorfer Flughafen als recht unübersichtlich, in Frankfurt habe ich mich jedenfalls deutlich besser zurechtgefunden, trotz dass dieser deutlich größer ist

    Nach einigem Suchen am richtigen Gate angekommen, waren bereits einige andere Coasterfriends dort:
    Während ich bei der Wien-Katowice schon mindestens sieben oder acht Mitfahrer bereits vorher kannte, war hier neben Patrick und der Familie Korb nur ein bekanntes Gesicht vorhanden, nämlich Matze
    Na ja, so gab es jede Menge neue Leute kennenzulernen, auch schön

    Als dann die entsprechenden Flieger gelandet waren, ging es dann nach draußen, wo dann der Bus geentert wurde und es gleich zum Highlight der Tour ging, Walibi Holland
    Und als dann unterwegs auch noch eine ERT auf Untamed, dem wahrscheinlich am heißesten ersehnten Coaster der Tour, angekündigt wurde, war die Vorfreude nicht mehr zu halten

    Nach einem Zwischenstopp (inklusive Bami Snack und Krokette für mich ), einem Stau und vielen netten Gesprächen im Bus, waren wir dann auf einem Parkplatz etwas außerhalb angekommen. So gab es dann erstmal einen Spaziergang um den Park herum:
    Hallo Goliath, lange nicht mehr gesehen, schickes neues Outfit
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    Ich war tatsächlich schon mal im Walibi Holland, nämlich ziemlich genau neun Jahre vor diesem Besuch:
    Im August 2010 habe ich mit meiner Familie Urlaub am Veluwemeer gemacht, und wir hatten dem Park einen Besuch abgestattet, der damals allgemein ziemlich anders aussah, beispielsweise war eben Goliath noch grün-lila und der Park trug damals noch den Namen „Walibi World“.
    Mir persönlich ist er vor allem deshalb in Erinnerung geblieben, weil ich damals, vollkommen unwissend, als erste Überkopf-Achterbahn ausgerechnet El Condor gefahren bin (war alles andere als schön ), aber Goliath war damals meine erste „große“ Achterbahn, die die magische Grenze von 100 km/h knackte und damals mein Favorit war

    Aber genug in Erinnerungen geschwelgt, wir wollen natürlich coastern!
    Also schnell Richtung Eingang, wo Andy dann neben den Eintrittskarten auch Wristbands für die ERT besorgte, also Zeit genug, sich ein wenig umzuschauen:
    Auch an diesem Vorplatz merkt man, dass der Look des Parks unter der ehemaligen Leitung von Six Flags durchaus amerikanisch geprägt ist - ob die Anzahl der Flaggen mit dem Walibi Logo wohl Zufall ist?
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    Auch das Eingangstor hat sich mittlerweile drastisch verändert, im Hintergrund ist schon das Motto für den heutigen Tag zu lesen und nein, ich habe diese Farben nicht nachbearbeitet
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    Nachdem wir noch von einigen anderen Coasterfriends, die heute „zufällig“ auch dort waren, empfangen wurden, gab es noch ein schnelles Gruppenfoto…
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    …und dann nichts wie rein in den Park, der als einer der Thrill-Mekkas in Europa gilt.
    Die Wartezeiten sahen größtenteils gut aus, außer beim Xpress – Platform 13, wo die Rede von 61 Minuten war
    Trotzdem haben wir uns gleich bei diesem angestellt, und konnten bereits nach ungefähr einer halben Stunde den stimmungsvollen und wirklich cool gemachten Gang vor der Station betreten, in dem einige Überraschungen auf den Erstbesucher warten

    Von der Bahn selbst habe ich leider kein Foto gemacht, aber ich fand sie eigentlich ganz nett. Für eine Vekoma nach älterer Bauart fährt sie sich ganz ordentlich, sodass auch die Schulterbügel nicht stören. Das Layout war zwar jetzt nicht das spektakulärste, was man sich vorstellen kann, aber ich habe schon schlechtere Launcher erlebt.
    Cool gemacht ist auch der kleine Darkride-Part mit dem Zugunglück kurz vor Schluss!
    Die höhere Wartezeit kam wahrscheinlich dadurch zustande, dass die Anzeige noch auf Einzugbetrieb gestellt war, in Betrieb waren wiederum beide Fahrzeuge

    Anschließend ging es gleich weiter, mit dem Boomerang, der früher unthematisiert und unter dem Namen „La Via Volta“ wohl nicht besonders gut angenommen wurde.
    Dies hat sich nun geändert, und „Speed of Sound“ bekam neben einem neuen Namen auch eine recht ungewöhnliche Gestaltung spendiert
    Wie man sehen kann, gefällt mir als Hobbymusiker das Eingangstor schon mal recht gut
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    Warten mussten wir rund 20-25 Minuten, und schon in der Warteschlange wurden wir vom schwungvollen Electro-Soundtrack auf die Fahrt eingestimmt, bevor wir dann im schicken blauen Zug Platz nehmen konnten.

    Soundcheck? One two, one two!
    Okay, dann ab in den blinkenden Tunnel, vom coolen Onboard-Soundtrack begleitet, der sich mit zunehmender Höhe immer weiter steigerte
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    Und nach dem Satz „Buckle up, it‘s a thrillride!“ folgt dann ein Drop im doppelten Sinne:
    Einmal gibt es einen im Songaufbau, und zeitgleich wird der Zug ausgeklinkt und es geht runter
    Und gleich in die Cobra-Roll herein!
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    Loop-de-Loop
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    Und während der Auffahrt auf die zweite Rampe, verlangsamt sich der Beat und dann das ganze nochmal rückwärts, während auch beim Soundtrack das Motto gilt:
    „Spiel den selben Song nochmal!“
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    Ich fand die Bahn ganz cool und vom Gesamtpaket auf jeden Fall einer der besten Boomerangs:
    Fährt sich bis auf ein paar seitliche Ruckler in der Cobra Roll ganz ordentlich, wobei hier die durchaus bequemen Westenbügel einiges zum Fahrspaß beitragen

    Mein persönliches Highlight ist aber der Onboard-Sound, der von der Dynamik und mit zusätzlichen Soundeffekten an die Fahrt angepasst ist, das wertet diese Bahn auf jeden Fall stark auf
    Und auch wenn das Theming (bis auf die Station) meist eher einfach gehalten wurde, finde es trotzdem recht hübsch, so wie auch die Bahn selbst
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    Demnächst stand auch das Essen an, zu dem wir vom Park eingeladen wurden.
    Vorher hatten die Counter, die noch alle Bahnen brauchten, aber noch genug Zeit, die einzige kinderfreundliche Bahn des Parks mitzunhemen: Drako!
    Hier konnten wir gleich in den nächsten Zug einsteigen.
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    Nur wurde jetzt, vom Frontcar einmal abgesehen, der komplette Zug mit Coasterfriends besetzt.
    Ob das gut gehen kann?
    Egal, los geht‘s
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    Nach zwei Runden bekamen wir dann eine Bonusrunde spendiert:
    Ob das so eingeplant war, so tief beeindruckt wie wir alle aussehen?
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    Nun ist aber Schluss, dachte der Operator und bremste den Zug, leider ungefähr einen halben Meter zu spät, das Frontcar war schon aus der Station draußen!
    Und jetzt? Da will man nur schnell einen Count vor dem Essen holen, und schon ist die Bahn kaputt gemacht

    Andy fing schon an mit dem (allgemein etwas unsicher wirkenden) Operator zu diskutieren, ob wir einfach aussteigen können.
    Theoretisch wäre das ja kein Problem, da wir uns ja allesamt in der Station befanden und zum Bügel ja genug Spiel ist, um recht einfach herauszukommen…
    Der Operator sagte hierzu aber nein, also was dann?
    Rumsitzen und warten auf den Techniker, der zwar gerufen wurde, aber irgendwie einfach nicht auftauchte…

    Irgendwann reichte es uns dann, Essen war ja in wenigen Minuten angesagt, da begannen einige selbstständig auszusteigen, und schließlich musste der OP hilflos mit ansehen, wie alle Coasterfriends sich aus den Wägen zwängten, um noch zum Mittagessen zu gelangen
    Ehrlich gesagt kann ich auch nicht verstehen, was an unserem Verhalten falsch gewesen sein sollte:
    Wenn wir auf freier Strecke festgesteckt hätten, dann wäre es etwas anderes gewesen, aber so…


    So kamen wir dann kurze Zeit später in dem Gebäude neben Speed of Sound an, in dem unter anderem Konferenzräume zu finden waren. In einem von diesen war für uns ein Menü aufgebaut, welches neben einer Tomatensuppe vor allem Sandwich-Variationen, Wraps und Salate im Angebot hatte.
    War insgesamt ganz gut, und auch die Smoothies, die es hier zu trinken gab, konnten überzeugen.
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    Auf dem obigen Bild kann man auch ein „Willkommensgeschenk“ vom Park erkennen, eine rote Sonnenbrille mit dem Parkmotto:
    Diese wurden an jeden von uns verteilt und sollten am Abend noch eine entscheidende Rolle spielen…

    Bevor es dann wieder hinein ins Vergnügen gehen sollte, wurde ich noch auf dieses Wandtatoo in diesem Raum aufmerksam, welches ich mir glatt in mein Zimmer hängen würde
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    Draußen wurde noch auf den Rest gewartet:
    Hier hatte man einen Blick auf den recht modern gestalteten Wellenflug!
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    Nun ging es aber gleich mal weiter zur nächsten Achterbahn, auf die ich schon recht gespannt war:
    Und so standen wir dann vor diesem schon von außen recht skurril aussehenden schwarz-gelben Schienenknäuel von Lost Gravity.
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    Hier hatten wir rund 35 Minuten Wartezeit vor uns, die aber doch recht schnell vorbeiging – ah ja, da vorne ist ja schon die Station!
    Die Fahrzeuge sehen ja schon etwas gewöhnungsbedürftig aus, aber die chromfarbene Front hat was
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    Wie heißt es so schön? „What goes up, must come down!“
    Und so geht es auch hier nach dem Kettenlift ziemlich deutlich unten, der First Drop hat wirklich Power
    Und nach einem kleinen Speedbump gleich wieder nach oben, in diesen Turn…
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    …bevor es wieder herunter geht, mit ordentlich Tempo!
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    Auch der Rest vom Layout fährt sich recht interessant, dank engen Kurven und einigen Airtime-Momenten, auch der Dive-Drop, der die zweite Hälfte der Fahrt einläutet, macht ordentlich Spaß!
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    Ein weiteres lustiges Gimmick ist die Nebel- oder Wasserfontäne, die jedes Mal, wenn ein Zug durch die zweite Inversion fährt, nach oben schießt
    Von Zeit zu Zeit wird auch unter lautem Fauchen ein Flammenwerfer auf dem Dach einer der Gebäude aktiviert:
    „So ein Feuerball, Junge! BUMM!“

    Lost Gravity hat mir insgesamt echt gut gefallen:
    Das Fahrgefühl ist interessant und hat ein paar durchaus intensive Momente zu bieten, die Fahrt ist aber rundum angenehm
    Auch das Theming und die bereits angesprochenen Effekte konnten überzeugen.
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    Als nächstes ging es in den mexikanischen Bereich, wo für einige dann das Waterloo der Tour wartete:
    Die Rede ist natürlich vom El Condor, den nur diejenigen fuhren, die den Count noch gebraucht haben.
    Von außen mag der Urvater aller SLC ja noch ganz hübsch aussehen…
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    …da ich aber, wie bereits erwähnt, bereits mit 13 Jahren Bekanntschaft mit diesem Scheusal gemacht habe, und weiß, wie sich das Ding fährt, ließ ich die Fahrt schön bleiben, es ist nach wie vor eine der schmerzhaftesten Coaster, die ich bisher gefahren bin
    Von denen, die mitgefahren sind, hat auch kaum jemand ein positives Wort zu diesem …ding gefunden
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    Diejenigen, die sich den Condor auch nicht antun wollten, gingen in die Bar, etwas trinken. Da ich aber gerade keine Lust hierauf hatte, ging ich schon mal mit Mario, der das gleiche dachte wie ich, schon mal zur nächsten Anlaufstelle: Goliath!
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    Hier war die Wartezeit wiederum nur gering, höchstens zehn Minuten.
    Diese Bahn schafft mit zwei großen Zügen, welche auch beide im Einsatz waren, auch ordentlich Leute weg
    Dieses blau-schwarze Farbschema sieht an sich zwar recht schick aus, trotzdem ein ungewohnter Anblick für mich, der die Bahn noch in grün-lila kennt.
    So waren wir dann bald in der Station angekommen, und nahmen direkt in der Front Row Platz

    Dann konnte es hinaufgehen auf 47 Meter Höhe…
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    Als ich damals Goliath zum ersten Mal gefahren bin, war ich natürlich restlos begeistert von der Airtime, den Helices sowie der hohen Geschwindigkeit!
    Aber auch heute noch finde ich diese Bahn wirklich top, sie bleibt weiterhin in meiner Top 10!

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    Mit Baujahr 2002 ist diese Bahn ja auch nicht mehr die allerjüngste, trotzdem fährt sie sich wirklich smooth und angenehm
    Die Airtime ist, vor allem mit ein bisschen Spiel im Bügel, gerade vorne oder hinten nicht zu verachten, diese Bahn macht einfach Laune
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    Nach einer zweiten Fahrt ging es dann, wieder mit der großen Gruppe, zum letzten verbleibenden Count, und wahrscheinlich einem der ausschlaggebenden Gründe, diese Tour zu buchen.
    Dabei kann es sich ja nur um diesen hier handeln:

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    Über diese Holzstützen bin ich ja bereits vor neun Jahren gefahren, nämlich damals noch mit „Robin Hood“, welchen ich allerdings als relativ unspekatkulär und rough in Erinnerung habe.
    Als dann die Ankündigung zu einem RMC Umbau kam, waren sämtliche Communities von Achterbahnfans vor Freude am Ausrasten, und den Umbau dieser Bahn konnte man auf verschiedene Arten verfolgen, was ich auch eine echt tolle Aktion vom Park finde

    Aber genug der Vorrede, voller Erwartungen ging es für uns dann durch diesen verwilderten Garten
    Dieses Erinnerungsstück an die vorherige Bahn finde ich ebenfalls eine wirklich nette Idee, zumal es wirklich schön in das Theming eingebunden wurde
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    Über die Thematisierung wird recht viel spekuliert, für mich persönlich klingt die Story mit der früheren Hippie-Gemeinde, deren Platz von der Natur zurückerobert wurde, am plausibelsten, hierzu würden auch die Musikbeschallung in der Queue und die Gestaltung der Station passen, ebenso auch die ganzen „LOVE“ Schriftzüge und dieses Mantra über dem Eingang:
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    Ich finde das Theming hier wirklich toll umgesetzt, es ist definitiv eine der optisch schönsten Ecken im Park
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    Nach rund 25-30 Minuten in der Station angekommen, konnten wir dann Bekanntschaft mit der Bedrohung für die Hippies machen:
    Das Design der Züge fand ich auf anfänglichen Artworks sehr gewöhnungsbedürftig, aber im echten Leben sehen sie silbern-glänzend doch recht cool aus, und passen auch zu dieser Story
    Platz genommen und Bügel geschlossen, wird dann, von wildem Getrommel begleitet, dieses wild gewordene Insekt freigelassen und nimmt gleich mal die nach außen geneigte Kurve, die schon recht merkwürdig zu fahren ist

    Also dann hinauf auf den anfangs recht langsamen Lifthill, der zum Ende hin etwas beschleunigt…
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    Und dann den äußerst steilen Drop herunter, bei dem der Zug gefühlt extrem schnell auf volles Tempo beschleunigt, so muss das
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    Nach diesem Micro-Bunny, der interessanterweise eher Floating anstatt Ejector Airtime erzeugt, geht es dann in diese doppelten Inversion („270 Degree Double Inverting Stall“), die auf jeden Fall eine verdammt coole Sache ist
    Anschließend jagt der Zug über verschiedene Airtime-Hügel, die einen nicht nur nach oben aus dem Sitz reißen, sondern auch seitlich rausschmeißen wollen!
    Allein schon die Schienenführung sieht hier – typisch RMC – ziemlich crazy aus
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    Und nach dem Turn, der von einer Inversion eingeleitet wird, das ganze nochmal in die andere Richtung:
    Diese Bahn ist verdammt quirlig, da die Elemente hier wirklich Schlag auf Schlag kommen, sodass es wirklich keine Sekunde gibt, in der nicht irgendetwas passiert
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    Und nach einem mehr als 90 Grad zur Seite geneigten Hügel, beginnt ein wahres Airtime-Feuerwerk, da nun sehr viele Bunnyhops kommen, und zum Schluss kommt eine wunderbar zu fahrende Barrel Roll, bevor der Zug regelrecht in die Schlussbremse hüpft
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    Ich habe keine Ahnung wieso, aber nach dieser ersten Fahrt war ich irgendwie nicht so ganz überzeugt, wie ich erhofft hatte:
    Klar fährt sich das Teil smooth wie nochwas, die Airtime ist extrem heftig und diese ganzen neuartigen Elemente fahren sich höchst interessant, aber irgendetwas hat für mich das Ding nicht ganz perfekt gemacht.
    Patrick neben mir hat diese extrem schnelle Abfolge der Elemente sogar als „Reizüberflutung“ bezeichnet
    Aber dies sollte ja definitiv nicht die letzte Fahrt bleiben, und meine Meinung sollte sich gegen Ende des Tages noch deutlich ändern

    So weit so gut, nun brauchten wir etwas ruhigeres, weshalb mit der kompletten Gruppe „Merlin‘s Magic Castle“ geentert wurde:
    Hierbei handelt es sich um ein recht nettes Madhouse, welches sogar eine ordentliche Preshow beinhaltet!

    Als nächstes ging ein Teil der Gruppe essen, Patrick und ich wollten lieber noch etwas fahren, weshalb wir uns von der Hauptgruppe trennten, Treffpunkt war dann wieder kurz vor acht bei Untamed zur ERT!

    So stiegen wir zunächst in den Top Spin, der nur wenig entfernt von dem Treffpunkt stand.
    Foto habe ich von „Blast“ keines gemacht, denn das Industrie-Design mag zum Bereich ja ganz gut passen, ich fand die vorige Gestaltung als „Excalibur“ deutlich schöner…

    Das Fahrprogramm war hier etwas merkwürdig, es dauerte zwar recht lang, beinhaltete aber recht viele Drehungen mit gelöster Bremse, was jetzt nicht ganz der Sinn eines Top Spin ist

    Den Frisbee „Tomahawk“ ließen wir aus:
    Wäre er von Huss gewesen, wäre ich sofort eingestiegen, aber die Fahrt dieser Anlage von SBF Visa sah doch sehr zahm aus
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    Bei meinem Besuch 2010 stand neben dieser Attraktion noch die Mack Wilde Maus „Flying Dutchman Gold Mine“ (die sich ganz okay fuhr), zusammen hatten diese beiden Attraktionen einen kleinen Western-Bereich gebildet.
    Seit dem Bau von Lost Gravity ist außer dem Tomahawk dort nichts mehr in dieser Thematisierung zu erkennnen, und da dieser optisch irgendwie nicht so recht in das Parkbild passen mag, würde mich eine Umgestaltung oder Entfernung dieser Schaukel in Zukunft nicht wundern…

    Stattdessen ging es zu besagter Achterbahn, bei der die Wartezeiten momentan praktisch nicht mehr vorhanden waren, deshalb gab es hier gleich zwei Runden, wobei wir bei letzterer Runde die Single-Rider-Line benutzt haben, um uns den wirklich sehr langen Weg durch die reguläre Warteschlange zu sparen
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    Bis zum Treffpunkt bei Untamed hatten wir noch ein wenig Zeit, weshalb wir noch ein paar Runden mit Goliath fahren wollten. Auf dem Weg dahin nahmen wir noch den „Space Shot“ mit, den ich schon beim letzten Besuch gefahren bin und irgendwie heftiger in Erinnerung hatte, als ich ihn jetzt empfand Trotzdem ein nettes Teil!
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    Nun hatten wir bei Goliath praktisch Walk-On, trotzdem waren noch beide Züge in Betrieb, was ich sehr vorbildlich finde
    Dazu haben die Operator wirklich gut Stimmung gemacht, hier gab es gleich drei Fahrten zusammen mit Mario, den wir hier getroffen haben!
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    Über den Tag verteilt sind bei dieser Bahn auch ein paar Onride-Fotos entstanden, die ich hier gepostet habe:
    Auf diesen sieht man auch, wir hatten Spaß (wenn es anders gewesen wäre, wäre ich auch nicht fünf mal an dem Tag gefahren )

    Anschließend war es dann auch so weit, die Besucher strömten zunehmend Richtung Ausgang und die Attraktionen gingen nach und nach außer Betrieb, nur bei Untamed war noch ordentlich Betrieb, aus gutem Grund:
    Deshalb standen wir hier eine ganze Weile und warteten, bis die letzten Besucher durch den Ausgang der Bahn kamen…
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    Und dann war es so weit, alle das grüne Bändchen vorzeigen und die roten Sonnenbrillen auf, so konnte dann die ERT losgehen, und das Beste war: Es war schon am Dämmern, weshalb wir tatsächlich bei den ersten Fahrten einen Sonnenuntergang hatten

    Irgendwann musste ich mal eine kurze Pause einlegen, in der ich mir eine Jacke überziehen musste, da es doch langsam frisch wurde, aber ansonsten habe ich doch mit sieben Fahrten ganz gut durchgehalten, und wie bereits gesagt hat sich meine Meinung zu dieser Bahn nochmals geändert:

    Bei der ersten Fahrt am Nachmittag habe ich bei dieser extrem schnellen Abfolge der Elemente vielleicht nicht geschafft, die Fahrt zu realisieren, was eventuell der Grund war, warum mich die Bahn vorher nicht ganz überzeugt hatte. Dieses Problem hatte sich nach so vielen Fahrten erübrigt, weshalb ich das Ding von Fahrt zu Fahrt immer besser fand

    Das Fahrgefühl lässt sich im Namen schon ganz gut zusammenfassen, da der Zug eigentlich permanent damit beschäftigt ist, einen in irgendeine Richtung aus dem Sitz schmeißen zu wollen:
    Sei es nach oben, zur Seite oder kopfüber, wobei die Inversionen tatsächlich fast das Harmloseste an der Bahn sind:
    Diese werden extrem smooth durchfahren und machen einfach nur Laune

    Das Krasseste an der ganzen Fahrt ist eindeutig die Airtime nach oben, vor allem mit leichtem Spiel im Bügel ist diese wirklich rabiat:
    Gerade dieser Double up & Double Down ist auf diese Weise jenseits von Gut und Böse, da gerade so ein Leichtgewicht wie ich einfach nur dreimal hintereinander extrem heftig und plötzlich aus dem Sitz gerissen wird

    Auch das Airtime-Feuerwerk kurz vor Fahrtende ist definitiv nicht von schlechten Eltern, dagegen ist die abschließende nach oben führende Barrel Roll regelrecht zahm, wobei ich dieses Element auch absolut genial finde, Hangtime at it‘s best!

    Insgesamt ist diese Achterbahn also absolut grandios, die Fahrt macht Lust auf mehr RMC‘s und zusammen mit der wirklich schönen Thematisierung ergibt es ein wirklich tolles Gesamtpaket, zu dem die meisten von uns das Gefühl empfinden dürften, welches auf dem Lifthill der Bahn zu finden ist
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    Am krassesten war wiederum Amy, die gerade so die 1,20 Meter geknackt hatte und uns an der Seite ihres Papas auf der ERT begleitete. Laut Andy hat sie sich gegen Ende sogar angefangen sich zu langweilen und während der Fahrt Süßigkeiten etc. aufzuzählen

    Also ich persönlich war ja während den ganzen Fahrten mit komplett anderen Dingen beschäftigt, denn Untamed ist vieles, aber ganz bestimmt nicht langweilig oder gar harmlos!

    So war dann auch irgendwann diese ERT vorbei, und wir wurden von Mitarbeitern (darunter auch Scott, der die wirklich sehenswerte Dokureihe über die Entstehung diese Bahn gemacht hat ) nach draußen eskortiert:
    Währenddessen kamen auch die beiden ungezähmten Insekten zur Ruhe, und die Wartungslampen wurden angeschaltet!
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    Ich persönlich fand es ein sehr ungewohntes, aber auch cooles Gefühl, bei einbrechender Dunkelheit durch einen mittlerweile geschlossenen Freizeitpark zu laufen:
    Alles so ungewohnt still hier, und um einen herum Fahrgeschäfte, die entweder stockdunkel oder nur mit Wartungslampen beleuchtet sind

    Na ja, das Riesenrad bildete hier die Ausnahme, also dann:
    Gute Nacht und tot ziens, Walibi Holland!
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    Bereits bei meinem vergangenen Besuch habe ich das damals noch Walibi World sehr gemocht, trotz dass damals viele Attraktionen außer Betrieb waren und man Thematisierung an vielen Stellen suchen musste, mir hat damals einfach die hohe Dichte an Thrillrides gefallen

    Aber auch das ist für mich heute einer der Gründe, die das Walibi Holland für mich ausmachen:
    Mit Goliath, Lost Gravity und natürlich Untamed hat man nämlich drei Top-Achterbahnen im Park, aber auch drei weitere Coaster und einige Flatrides sind überwiegend für Adrenalinjunkies.
    Die Thematisierung ist nur an manchen Stellen vorhanden, ich persönlich fand aber gerade die Ecken bei Lost Gravity und Untamed sowie den Wartebereich des Xpress sehr schön gemacht, und ich bin mir sicher, dass auch die anderen Stellen in Zukunft eine Gestaltung spendiert bekommen
    Die Mitarbeiter waren überwiegend freundlich, der Park war gepflegt und sauber und ich habe mich dort einfach wohlgefühlt, sodass ich gerne bald wieder komme
    Jedoch kann ich auch die Kritiker dieses Parks verstehen, beispielsweise sucht man Themenfahrten oder gar Darkrides vergeblich, und für Kinder gibt es außerhalb des eigenen Bereichs nicht wirklich viel, denn Walibi Holland versteht sich halt als reiner Thrillpark...

    Und so ging es dann, nachdem wir uns von den „Tagesgästen“ verabschiedet hatten, am Parkrand entlang zum Bus, der uns dann zum Hotel brachte:
    Das Zimmer hatte ich mit Matze geteilt (der ein sehr angenehmer Zimmergenosse war) und so ging es für uns dann auch gleich schlafen!
    Wow, was für ein grandioser Tourauftakt!
    Der Park hat mir, wie bereits erwähnt, schon sehr gefallen, aber auch mit der Gruppe an größtenteils neuen Leuten habe ich mich auf Anhieb mit fast allen gut verstanden und freute mich schon auf die kommenden Tage

    Von diesen werde ich selbstverständlich auch berichten, aber zunächst möchte ich mich für‘s Lesen bedanken und bis zum nächsten Mal!

    LG Lukas
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    Danke für diesen Bericht. Leider gibt es ja nicht so viele Berichte von den Touren.
    Ich finde es ja echt schwer über eine Tour einen Bericht zu schreiben, da ich kaum dazukomme Fotos zu machen.
    Coasterfreak91 und LuckyCoasterLuke gefällt dieses Posting.

  3. #3
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    Danke Lukas für die gelungene Zusammenfassung und die stimmungsvollen Fotos von Tag 1. Ich hoffe an dieser Stelle doch auf Nachschub. Es war ja noch einiges los:-)
    VG Dresi
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  4. #4
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    Wow, was für ein toller Report. Das sieht nach einem Auftakt zu einer tollen Tour aus. Bin gespannt was wir da noch zu lesen bekommen. Vielen Dank.
    LuckyCoasterLuke gefällt dieses Posting.
    "Roadkap-Nordtrip" (pausiert während der Eastcoastertour. Ende Oktober gehts weiter)| Letzter Report: Alles nördlich in Tromsö |3...2...1...Bungee!!

  5. #5
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    Das hört sich echt nach einem genialen Tag, gerade bei der ERT wäre ich gerne dabei gewesen

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