Totgeglaubte leben länger.


Ja, ich weiß der letzte Bericht ist schon eine ganze Weile her und daran schloss sich eine lange Phase an, in der ich keine Zeit und Motivation hatte den nächsten zu verfassen. Aber heute gibt es als Weihnachtsgeschenk den vorletzten Bericht und auch der finale Report wird noch kommen, versprochen.


Am vorletzten vollen Tag der Tour verschlug es uns in den dritten Universal Park, Islands of Adventure. Neun Jahre nach den Studios eröffnete Universal seinen zweiten Park in Orlando, bei dem vor allem Cartoons als Vorlage für die Thematisierung dienen sollten. Viele Attraktionen haben hier geradezu Kultstatus und so war die Vorfreude bei mir entsprechend hoch.
Nach einem weiteren Frühstück auf Papptellern im Hotel, das mal wieder aus einer Waffel mit Sirup bestand, bestiegen wir zum dritten Mal den Shuttle Bus zum Universal Ressort und betraten den Park durch die schön gestaltete Main Street, die hier „Port of Entry“ heißt und im orientalischen Stil daherkommt. Wir sind dann direkt links in den Marvelbereich abgebogen, immer dem Gebrüll des „ Incredible Hulk“ hinterher. Das grüne Stahlmonster war ja lange Zeit der einzige Launch-Coaster von B&M und der Beginn der Fahrt mit dem nach oben geneigten Launch in der geschlossenen Röhre ist dann auch die größte Besonderheit und einer der besten Momente der Bahn. Es folgen ganze sieben Inversionen, die zu Beginn der Fahrt auch beeindruckende Ausmaße aufweisen. Leider war die Fahrweise recht ruppig und der Schulterbügel verteilte bei einigen Schienenübergängen doch ganz gute Ohrfeigen. Wenn man bedenkt, dass die Bahn gerade mal zwei Jahre zuvor abgerissen und wieder komplett neu aufgebaut wurde, hat mich das schon negativ überrascht. Jetzt sagt mir nicht, es gehört zur Thematisierung, dass man vom Hulk verprügelt wird.
Im lokalen B&M Sitdown Coaster -Duell gewinnt für mich auf jeden Fall eindeutig Kumba aus den Busch Gardens, auch aufgrund des dynamischeren Layouts.
Nebenan steht mit „The Amazing Adventures of Spiderman“ ein 3D-Darkride, der dann aber umso mehr überzeugt. Das Fahrsystem mit den simulatorartigen Gondeln kannten wir ja schon von den Transformers im Nachbarpark, aber wie es hier gelungen ist die Action auf den Bilschirmen, „echtes“ Theming und Effekte wie Nebel und Feuer verschwimmen zu lassen bis man nicht mehr genau weiß was jetzt real ist und was nicht, das ist schon genial. Irgendwie könnte ich mir einen solchen Ride einmal sehr gut im Phantasialand vorstellen, vielleicht an Stelle von Temple of the Nighthawk und Hollywood Tour? Man wird ja mal träumen dürfen.

Die dritte und letzte Attraktion im Marvel-Bereich der Islands of Adventure ist „Dr. Doom’s Fearfall“, ein doppleter Shot’n Drop-Tower. Der Indoor-Wartebereich ist aufwändig gestaltet, aber das endet beim Außenbereich direkt am Turm. Die eigentliche Fahrt ist dann auch recht unspektakulär und kurz. Ein Indoor-Freefall mit Effekten hätte stattdessen auf jeden Fall schön in den Park gepasst.

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Jep, hier sind wir richtig.

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Port of Entry

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Im Reich der Marvel-Comics

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The Incredible Hulk

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Loop-de-loop

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Ruhig Blut

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"Mit großer Kraft, ..." Ihr wisst schon.

In der Toon Lagoon stehen zwei weltbekannte Waterrides mit wahren Zungenbrechern als Namen: „Dudley-Do Right’s Ripsaw Falls“ und „Popeye & Bluto’s Bilge-Rat Barges“. Da ich vorher um den Nässegrad der Bahne wusste, habe ich an dem Tag schon mal Wechselklamotten in den Rucksack gepackt. Thomas war etwas wasserscheu und blieb draußen, also bin ich beide Bahnen alleine gefahren. Während die Ripsaw Falls bis auf eine durchgehende Storyline um die Rettung von Dudley’s Freundin und den kleinen Hügel nach dem finalen Drop eine relativ normale Wildwasserbahn sind, kann das Rafting definitiv nicht mehr als „normal“ bezeichnet werden. Wie man hier von allen Seiten mit Wasser beschossen wird, ist einfach so übertrieben dass es schon wieder lustig ist. Den gleichen Effekt hätte man auch erreichen können, wenn man einfach in den See gesprungen wäre. Ich war ja schlau genug eine Basehose anzuziehen, aber leider hatte ich die normale Hose noch drüber und die war dann den ganzen Tag nass. Besonders in den klimatisierten Warteschlangen war das nicht so angenehm.

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Dudley-Do Right’s Ripsaw Falls

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Splash

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Popeye & Bluto’s Bilge-Rat Barges

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1000 Wege um völlig durchnässt zu werden.

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Ein Blick über den See

Die Thematisierung der Toon Lagoon ist sehr bunt und etwas detailarm, was zwar durchaus zu den Cartoons passen mag, aber nicht so ganz meinen Geschmack trifft. Das Gegenteil lässt sich vom nächsten Bereich behaupten, Jurassic Park. Den Original-Film finde ich immer noch richtig gut und der Soundtrack besitzt einfach Gänsehaut-Garantie. Bei der Bootsfahrt ließ sich Thomas wieder überreden mit einzusteigen. Wir durften in der ersten Reihe Platz nehmen, aber die paar Tropfen Wasser hat er dann auch überlebt.
Ebenfalls in dem dschungelartigen Bereich beheimetet ist „Skull Island: Reign of Kong“. In der superdüsteren Warteschlange, mit großen Stapeln von Schädeln überall und dem ein oder anderen Schreckmoment, konnten wir mehrmals beoachten wie Besucher wieder umgedreht sind weil es ihnen zu viel wurde. Die eigentliche Fahrattraktion ist nach nach diesem riesigen Spannungsaufbau dann aber etwas ernüchternd, schließlich handelt es sich nur um einen Immersive Tunnel, wenn auch mit guter Filmqualität. Vor dieser Attraktion muss sich eigentlich niemand fürchten.


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Der freundliche T Rex aus der Nachbarschaft

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Splash - das Sequel

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Was verbirgt sich da hinter all dem Grün?

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Oh, ein Immersive Tunnel

Von den tropischen Inseln ging es nun schnurstracks ins schneebedeckte Hogsmeade der „Wizarding World of Harry Potter“. Neben einer Runde auf dem Hippogreif in der Familienachterbahn war die zu diesem Zeitpunkt einzige große Attraktion in dem Bereich natürlich „Harry Potter and the Forbidden Journey“. Hogwarts an sich ist schon ein verdammt beeindruckender Anblick und auch das Innere des Schlosses entführt mit der Vielzahl an Details und ausgeklügelten Effekten wie die sich bewegenden Porträts wieklich in die Welt der Bücher und Filme. Das Fahrsystem mit den sich auf der Schiene bewegenden Roboterarmen und der daraus resultierenden großen Bewegungsfreiheit der Sitze ist dann auch mal etwas völlig anderes, auch wenn Bildschirme und reale Szenen nicht so nahtlos mit einander verschmelzen wie das bei Spiderman der Fall ist. Totzdem ist es natürlich eine fantastische Fahrt, bei der man viele der bekannten Biester aus dem Harry Potter-Universum antrifft.

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Schnee in der warmen Florida-Sonne

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Ein magischer Anblick

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Forbidden Journey

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Hagrid's Hütte

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Die "Drei Besen"

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Das Schuljahr ist zu Ende, der Hogwarts-Express wartet.

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In den Ruinen dessen was vom „Lost Continent“-Themenbereich nach dem Bau der Wizarding World übrig blieb, befindet sich „Poseidon’s Fury“, eine Special Effects Show, für die wir mit die längste Wartezeit hatten. Mit Projektionen auf Wasserleinwänden und Feuereffekten erinnerte sie mich etwas an eine High-Budget-Version vom alten Amaceon aus dem Holiday Park.

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Ein Greif, ohne Hippo

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Poseidon's Fury

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Der entfernte Verwandte des sprechenden Brunnens aus dem Walibi Holland

In der kunterbunten Welt von Dr. Seuss sind wir noch den den Spinning Darkride „Cat in the Hat“ gefahren und hatten dann den See auch schon einmal umrundet. Bis auf Wiederholungsfahrten mit Hulk, Forbidden Journey und Spiderman blieb nicht viel zu tun, dafür fehlten einfach smoothe aber doch intensive Achtebahnen („Hagrid’s Magical Motorbike Adventures“ füllt diese Lücke wohl inzwischen etwas) und Wasserbahnen, bei denen man nicht bis auf die Knochen durchnässt wird. Nach einem kurzen Moment der Ratlosigkeit, verließen wir den Park dann tatsächlich auch gegen drei Uhr nachmittags schon wieder recht früh.

Das war natürlich viel zu früh um nur im Hotel herumzuhocken. Ich überlegte kurz und kam zu dem Entschluss, dass die Gelegenheit genutzt werden sollte noch einen der beiden „Fun Spots“ zu besuchen. Nachdem die Eröffnung von Mine Blower noch nicht allzu lange zurücklag und eine Holzachterbahn mit Überschlag einfach maximal reizvoll war, entschieden wir uns zum etwas weiter weg gelegenen Fun Spot Kissimmee zu fahren. Ob sich das gelohnt hat für eine Fahrt mit Mine Blower? Oh ja! Die nur 25 m hohe Bahn war mit weitem Abstand die beste Achterbahn des Tages. Wildes Out-of-Control-Feeling ohne Schläge, jede Menge Airtime und eine absolut geschmeidige Rolle über die Station hinweg. So einen kleinen, aber feinen Woodie können sich gerne mehr Parks hinstellen.

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Let's roll

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Nein, der hat nichts zu kompensieren.

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Panorama von Funspot Kissimmee

Damit endet der vorletzte Teil meiner Berichteserie dann auch. Im nächsten und letzten Teil wird es dann noch um einen Spontanbesuch im Magic Kingdom gehen.

Frohe Weihnachten an alle!